Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Lichtsteiner ist schon zurück

Im zweiten Länderspiel der Schweiz seit der WM ist heute (21 Uhr, SRF zwei) England der Gradmesser. Ein Test, der für Schär, Lichtsteiner und Freuler unter besonderen Vorzeichen steht.
Christian Brägger, Leicester
Stephan Lichtsteiner (Mitte) gestern beim Training im King-Power-Stadion von Leicester mit Breel Embolo (links) und Manuel Akanji. (Bild: Toto Marti/Freshfocus (10. September 2018))

Stephan Lichtsteiner (Mitte) gestern beim Training im King-Power-Stadion von Leicester mit Breel Embolo (links) und Manuel Akanji. (Bild: Toto Marti/Freshfocus (10. September 2018))

Das 6:0 in der Nations League gegen Island bringt die Schweiz in eine gute Ausgangslage. In einer Gruppe mit Belgien ist der Verbleib in der Topliga A damit wahrscheinlich – sofern man davon ausgeht, dass der WM-Dritte die Isländer zweimal besiegt. Der neue Wettbewerb der Uefa bezieht seinen Reiz darin, dass es womöglich um ein EM-Ticket geht, mindestens aber um Punkte, eine Schlusstabelle und die Teilnahme am Finalturnier. Oder um den Abstieg; diesen Stempel gibt sich kein Land freiwillig.

Heute wartet nun mit dem WM-Vierten England ein grosses Kaliber auf die Schweiz, aber eines, das inklusive Endrunde dreimal nacheinander verloren hat – und damit in der Heimat ein wenig unter Druck geraten ist. Dies ist die Schweizer Mannschaft seit Russland ebenfalls. Dabei tragen drei Spieler ihre ganz eigene Geschichte mit sich herum, sei es im Klub, oder im Nationalteam.

Fabian Schär: England, die neue Heimat

Was war das für eine schwierige letzte Saison für Fabian Schär (26), an deren Ende die Gelbsperre im WM-Achtelfinal stand. «Ich litt noch mehr auf der Bank, als wenn ich selbst gespielt hätte. Es waren gegen Schweden die schlimmsten 90 Minuten meiner Karriere», sagt er. Hochs und Tiefs wechselten sich schon in den zwölf Monaten zuvor bei seinem damaligen Klub La Coruña ab, schliesslich stiegen die Galizier ab – und Schär zog weiter. Neuer Arbeitgeber ist Newcastle, wo kein Geringerer als Rafael Benítez der Coach ist und regelmässig über 50 000 Zuschauer die Heimspiele besuchen.

Bei den «Elstern» ist der Konkurrenzkampf hart, der Schweizer einer von fünf Innenverteidigern. Der Saisonstart mit einem Punkt aus vier Partien gelang nicht. Der Test gegen England steht für Schär auch deshalb unter einem besonderen Stern, da er sportlich mit wenigen Einsatzminuten noch nicht angekommen ist in der neuen Heimat, «in der besten Liga der Welt, in der jeder jeden schlagen kann». Er würde sich auf der Insel gerne empfehlen.

Stephan Lichtsteiner: Kampfansage

Nationaltrainer Vladimir Pektovic sagte letzte Woche, wer 25 bis 30 Spiele mit einem grossen Klub absolviere, müsse anderes bewertet werden als ein Spieler mit 50 Einsätzen in einer kleinen Liga. Dieser Satz dürfte bald auf den Stephan Lichtsteiner bezogen werden, wenn er beim neuen Arbeitgeber Arsenal weiter hinten ansteht. Petkovic will einen sanften Umbau moderieren und liebäugelte anfänglich damit, auf ältere, arrivierte Kräfte in diesem zweiten Halbjahr zu verzichten. Lichtsteiners Replik war, sich in jedem Moment dem Konkurrenzkampf zu stellen.

Nachdem der 34-Jährige gegen Island auf der Tribüne Platz genommen und Kevin Mbabu auf seiner rechten Verteidigerposition einen gelungenen Einstand gefeiert hatte, wiederholte er gestern an der Pressekonferenz fürs England-Spiel seine Worte mit Nachdruck. «Ich spiele schon lange auf dem allerhöchsten Level im Ausland. Ich weiss, wie sich Konkurrenzkampf anfühlt. Diesen nehme ich an – und versuche die Herausforderung zu bestehen.» Lichtsteiner wird, solange er sich kompetitiv fühlt, nie von sich aus aufhören – dafür ist er zu ehrgeizig, seine Mentalität noch zu gefragt. Falls der Luzerner irgendwann aber die Erwartungen nicht mehr erfüllen oder den Umbau blockieren sollte, wird Petkovic einen Weg finden müssen. Heute gegen England ist Lichtsteiner gesetzt. Und der Captain.

Remo Freuler: Kommt seine Chance nochmals?

Remo Freuler (26) hat im Nationalteam keinen leichten Stand. Er ist zwar seit November 2016 immer dabei, nur spielt er selten. Einen guten Ruf geniesst er bei seinem Verein Atalanta Bergamo. Eigentlich ging man davon aus, dass Freuler sich mit Denis Zakaria dereinst um die Position im zentralen Mittelfeld neben Granit Xhaka bewerben würde.

Inzwischen hat Zakaria alle Trümpfe in der Hand, zudem haben sich Edimilson Fernandes (Florenz) und Djibril Sow (YB) ebenfalls in Stellung gebracht. An der WM kam Freuler als einer von vier Feldspielern nicht zum Einsatz. Freuler hakt Russland dennoch als schönes Erlebnis ab und sagt: «Ich musste das so akzeptieren. Dennoch darf ich im Training nicht nachlassen.» Er wird weiter versuchen, sich aufzudrängen.

England – Schweiz (heute, 21 Uhr, SRF zwei)

Leicester. – SR Turpin (FRA). – Mögliche Aufstellungen.England: Butland; Maguire, Stones, Trakowski; Alexander-Arnold, Delph, Loftus-Cheek, Dier, Rose; Welbeck, Kane. –

Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Schär, Djourou, Rodriguez; Freuler, Xhaka; Embolo, Shaqiri, Mehmedi; Gavranovic.

.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.