Libanese kassierte für WM 2006

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Skandal Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet in der Affäre um die Vergabe der Fussball-WM 2006 von einer weiteren dubiosen Zahlung an einen Lobbyisten. Der inzwischen verstorbene Libanese Elias Zaccour, der sehr gute Kontakte zu den damaligen Entscheidungsträgern über die WM-Vergabe besass, soll vom Medienkonzern Kirch-Media zweimal ein Honorar über je eine Million Dollar erhalten haben. Während die erste Zahlung seit 2003 bekannt ist, wurde die zweite Million dem Bericht zufolge nach dem 7. Juli 2000, dem Tag der WM-Vergabe durch die Fifa, überwiesen. Der ehemalige Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn sagte dem «Spiegel», er erinnere sich nicht mehr an einen Vorgang, der 17 Jahre zurückliege. Der Kirch-Konzern besass die TV-Rechte an der WM 2006 und hatte unbestritten ein grosses ­Interesse daran, dass die WM in Deutschland stattfand. Unbestritten ist auch, dass Zaccour ein enger Vertrauter der früheren Fifa-Funktionäre Jack Warner und Mohamed Bin Hammam war. Beide spielen in dem seit fast eineinhalb Jahren ungeklärten WM-Skandal mutmasslich entscheidende Rollen. (sda)