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LEISTUNGSTRÄGER: Der Konstante in der Wundertüte

Bei den ZSC Lions wechseln sich in der NLA Licht und Schatten ab. Als einer der wenigen Spieler überzeugt der 21-jährige Stürmer Pius Suter. In seiner dritten Saison nach der Rückkehr aus Kanada wird er zum Hoffnungsträger.
Sergio Dudli
Der 21-jährige Stürmer Pius Suter steht in dieser Saison bei sieben Toren und 22 Torvorlagen in 26 Einsätzen. (Bild: Ennio Leanza/KEY)

Der 21-jährige Stürmer Pius Suter steht in dieser Saison bei sieben Toren und 22 Torvorlagen in 26 Einsätzen. (Bild: Ennio Leanza/KEY)

Sergio Dudli

Pius Suter ist ein Mann, der Enttäuschungen gut wegstecken und daraus die richtigen Schlüsse ziehen kann. Vor vier Jahren ging er als 17-Jähriger in die OHL, eine der besten drei Juniorenligen Kanadas. «Ich war einer der jüngsten Spieler im Team und musste mich durchbeissen», so Suter. Das gelang ihm: In der zweiten OHL-Saison erzielte er in 61 Spielen 43 Tore. Trotz dieser guten Leistungen reichte es für den Stürmer nicht, um von einem NHL-Team gedraftet zu werden.

Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, kehrte Suter 2016 in die Schweiz zu seinem Stammverein ZSC Lions zurück. Den Schritt nach Nordamerika bereut der 21-Jährige nicht. «Kanada hat mich sehr gut auf die NLA eingestellt. Ich hätte nach meiner Rückkehr noch bei den Junioren spielen können, schaffte aber den Sprung zu den Profis.» Gleich in seiner ersten Spielzeit avancierte Suter zum Stammspieler und schaffte den Sprung in das Nationalteam. Der Lohn: Vor der Saison luden ihn die Ottawa Senators in ein Vorbereitungs-Camp ein, wo sie junge Spieler auf ihre NHL-Tauglichkeit testen. Für Suter ein tolles Erlebnis: «Ich habe viele Spieler getroffen, die ich aus meiner Juniorenzeit in Kanada kenne. Da hast du den direkten Vergleich und kannst sehen, wo du stehst.» Ob er seinem Traum von einer Karriere in Nordamerika nähergekommen ist, weiss Suter nicht. «Ich fokussiere mich voll auf meine Aufgabe bei den ZSC Lions. Rufe ich meine Leistungen ab, ergibt sich der Rest von selbst.»

Ein Trainerwechsel ohne Effekt

In dieser Saison wechseln sich bei den ZSC Lions Licht und Schatten ab. Das zeigte auch das vergangene Wochenende: Auf den überzeugenden Sieg gegen Tabellenführer Bern folgte 24 Stunden später die Niederlage gegen den Zweitletzten Ambrì. Auch der Trainerwechsel von Hans Wallson zu Hans Kossmann brachte nicht den gewünschten Erfolg. «Kossmann muss das Hockey nicht neu erfinden. Oft entscheiden Details über Sieg oder Niederlage, daran arbeiten wir mit ihm», sagt Suter. In vielen Partien habe man eine Führung preisgegeben oder mit einem Tor Unterschied verloren. «Hätten wir drei, vier dieser Spiele gewonnen, sähe unsere Lage etwas anders aus.»

Hätte, hätte, Fahrradkette – dass der Konjunktiv im Sport keine Punkte bringt, weiss Suter. Für die letzten Runden vor dem Playoff haben sich er und seine Teamkollegen ein Ziel gesetzt: «Wir wollen mindestens Platz vier, damit wir im Playoff in einem Entscheidungsspiel Heimrecht geniessen.» Aktuell liegen die NLA-Teams zwischen dem achten und zweiten Platz nur zehn Punkte auseinander. Die Lions liegen auf Rang sechs. «Da alle Teams so nahe beisammen sind, kommen harte Spiele auf uns zu. Aber so werden wir bis zum Playoff gefordert», so Suter. Ob die Saison für die Zürcher ein gutes Ende nimmt, hängt auch von Suter ab – zumal er eine der wenigen Kon­stanten ist. Aufgrund von Verletzungen und dem Ausflug nach Ottawa absolvierte er erst 26 Spiele, sammelte aber bereits 29 Skorerpunkte. «Im Vergleich zur Vorsaison konnte ich körperlich zulegen, mich als Persönlichkeit weiterentwickeln und bin durch die Erfahrungen reifer geworden.»

Spielen, um besser zu werden

Trotz seinen Fortschritten in den vergangenen Jahren sieht Suter bei sich nach wie vor Steigerungspotenzial: «Ich will das Spiel dominieren, mich im eins gegen eins verbessern und an Kraft zulegen.» Das beste Rezept, um sich zu verbessern, seien regelmässige Einsatzzeiten. «Dann wächst die Erfahrung und du weisst auf dem Eis, wann du was machen musst.» Macht Suter so weiter, könnte er sich schon bald einen Traum erfüllen: «Ich will mit der Nationalmannschaft im Februar an die Olympischen Spiele. Wegen solcher Turniere spielst du Eishockey.»

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