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Jonas Schöpfer: Leistungsschub
dank Spitzensport-RS

Seit Ende Oktober 2018 befindet sich Mittelstreckenläufer Jonas Schöpfer in der Spitzensportrekrutenschule. Für den 22-Jährigen aus Sempach «eine einzigartige Chance».
Jörg Greb
Jonas Schöpfers Leistungshorizont ist auf das Jahr 2021 ausgerichtet. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 9. Juli 2018))

Jonas Schöpfers Leistungshorizont ist auf das Jahr 2021 ausgerichtet. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 9. Juli 2018))

Die Augen von Jonas Schöpfer leuchten. Seit rund zehn Tagen hat er dem Schweizer Winter den Rücken zugekehrt und ist erstmals in den südafrikanischen Sommer eingetaucht. Qualitativ hochwertiges Training bei idealen Witterungsbedingungen ist angesagt. Hierfür ist der talentierte Mittelstreckenläufer vom STV Sempach im Rahmen der aktuellen Spitzensport-RS nach Potchefstroom geflogen. Das Trainingslager bestreitet er mit den beiden Trainingskollegen aus dem Militär, dem Glarner Tom Elmer und dem Berner Marc Bill.

Die Hitze und die Höhenlage erforderten in den ersten Tagen einige Anspassungen. «Nach der Akklimatisation können wir nun die Qualität kontinuierlich steigern, freut sich Schöpfer. Die perfekte Infrastruktur unterstützt dieses Vorhaben. Und an einem hat der Schweizer Elitemeister 2017 und U23-Titelhalter über 800 Meter der letzten drei Jahre besonders Gefallen gefunden: an den langen Trainingseinheiten in der Wildnis, den Dirt Roads, den Naturstrassen mit sandigem Untergrund.

Gefördert vom Nationaltrainer

Die Spitzensport-RS bezeichnet Jonas Schöpfer als «einzigartige Chance». Entscheidend dafür war die Annahme des Läuferprojekts. Schöpfer, Elmer und Bill, läuferisch alle drei auf fast identischem Level, taten sich zusammen. Betreut werden sie während den 18 Wochen in der Rekrutenschule von Louis Heyer, dem Cheftrainer Lauf und Nationaltrainer Mittelstrecken bei Swiss Athletics. Abgesprochen und koordiniert sind die Lektionen mit Andy Vögtli und Jacques Habers, den persönlichen Betreuern von Schöpfer und Bill. «Ein derartiges Läuferprojekt hat es noch nie gegeben», sagt Heyer. Die letzten Mittel- und Langstreckenspezialisten erfüllten die Qualifikationskriterien letztmals 2004.

International auf höchstem Niveau befinden sich weder Elmer, Schöpfer noch Bill. Und Entwicklungen in diese Richtung erwartet Heyer nicht. Hohe Ziele werden dennoch angesteuert – «langfristig», wie Heyer sagt. Von Zeiten unter 3:40 Minuten über 1500 Meter spricht Heyer beispielsweise, oder unter 1:47,50 Minuten über 800 Meter. Der Horizont ist auf das Jahr 2021 ausgelegt. «Die Entwicklung eines jungen Läufers dauert länger», sagt Heyer. Die Spitzensport-RS der Armee ist nur ein Teil dieser Sportförderung. «Wir werden anschliessend mit jährlich 130 WK-Tagen noch vermehrt profitieren», weiss Heyer.

Zurück zur Spitzensport-RS. Die erste Phase war anspruchsvoll und für die unmittelbare Leistungsentwicklung nicht gerade ideal. Während den ersten drei Wochen stand vormittags jeweils die militärische Grundausbildung (ohne Waffe) auf dem Programm. Für die Trainingseinheiten waren Nachmittage reserviert. Wenig Schlaf und viele Stunden auf den Beinen machten diese RS anspruchsvoll: «Wenn wir von Wangen an der Aare nachmittags ins Training nach Magglingen verschoben wurden, schliefen alle im Auto», resümiert Jonas Schöpfer. «Aber», betont der Sempacher, «der Zusammenhalt unter den 36 Teilnehmern der Spitzensport-RS funktionierte auf Anhieb.»

Südafrika für den Feinschliff

Es folgte die zweiwöchige Ausbildung zum Militärsportleiter in Magglingen, auch sie war fordernd und äusserst streng. Erst die beiden Wochen vor den Weihnachtsferientagen ermöglichten ein intensives Training mit zwei Einheiten pro Tag und den dazu nötigen erholungsfördernden Massnahmen. Und jetzt Potchefstroom, Südafrika: dreieinhalb Wochen fokussiertes Arbeiten im qualitativen, hohen Bereich. Dabei ist förderlich, dass sich die Talente sportlich wie menschlich ergänzen. «Weil wir uns auf einem ähnlichen Niveau bewegen, können wir uns gegenseitig perfekt pushen», sieht Schöpfer die Vorteile.

Für zusätzliche Inputs sorgen zudem die unterschiedlichen Charaktere. Schöpfers Analyse: «Tom ist der Ehrgeizigste, immer fleissig und sehr fokussiert. Marc, der ist der Lockere, der es versteht, uns im richtigen Zeitpunkt zu bremsen. Ich bin der Zuverlässige, immer pünktlich und der, welcher die Ordnung und die Struktur schätzt.»

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