Laufsport
Tadesse Abraham will jetzt auch in Zürich gewinnen

An den Europameisterschaften hat es mit dem (Marathon-)Sieg in Zürich nicht geklappt. Am Sonntag beim Silvesterlauf will Tadesse Abraham nun auch in der Zürcher Innenstadt jubeln.

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Tadesse Abraham hat mit Zürich noch eine Rechnung offen.

Tadesse Abraham hat mit Zürich noch eine Rechnung offen.

Keystone

Am Sonntag findet zum 38. Mal der Zürcher Silvesterlauf statt. Tadesse Abraham und Fabienne Schlumpf steigen beim Finale des Post-Cup als klarer Favoriten auf den Gesamtsieg ins Rennen.

Es müsste viel passieren, dass der im Sommer eingebürgerte Eritreer Abraham nicht zum ersten Mal die bedeutendste Schweizer Laufserie gewinnt. Realistisch gesehen kann ihn nur eine Krankheit oder Verletzung stoppen. Abrahams Vorsprung in der Gesamtwertung auf den zweitplatzierten OL-Läufer Matthias Kyburz beträgt 19 Punkte.

Um die Prämie von 7000 Franken für den Gesamtsieg einzustreichen, reicht ihm Rang 5 - in Zürich gibt es die doppelte Punktzahl zu gewinnen. Abraham will aber selbstredend mehr, er strebt nicht weniger als den vierten Sieg im diesjährigen Post-Cup nach Uster, Basel und Bulle an. «Ich erfreue mich einer sehr guten Form», sagte der EM-Neunte im Marathon.

Spannender präsentiert sich die Ausgangslage bei den Frauen: Leaderin Lisa Kurmann und Schlumpf sind nur durch drei Punkte getrennt. Allerdings ist Schlumpf auf dem 6,6 km langen Parcours deutlich höher einzustufen als die Mittelstreckenspezialistin.

Jedenfalls liess sie Kurmann in Bulle und Basel auf ähnlich langen Strecken keine Chance – in Basel siegte sie nicht nur im Post-Cup, sondern liess auch die ausländische Konkurrenz hinter sich. Beim Silvesterlauf war sie in den vergangenen beiden Jahren jeweils die beste Schweizerin. «Ich bin motiviert und schnell», sagte die nationale Rekordhalterin über 3000 m Steeple. «Ich habe in diesem Herbst auf den Post-Cup gesetzt und will diesen gewinnen.»

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