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LEICHTATHLETIK: Verheissungsvolle Niederlage

An den Hallen-Nachwuchsmeisterschaften brilliert Yasmin Giger nicht wie gewohnt. In St. Gallen gewinnt die 17-jährige Romanshornerin aber wichtige Erkenntnisse.
Jörg Greb, St. Gallen
An der Hallen-SM in St. Gallen stand für Yasmin Giger der Sieg nicht im Vordergrund. (Bild: Jörg Oegerli)

An der Hallen-SM in St. Gallen stand für Yasmin Giger der Sieg nicht im Vordergrund. (Bild: Jörg Oegerli)

Jörg Greb, St. Gallen

sport@thurgauerzeitung.ch

Ausrufezeichen auf den Anlagen hat sie schon mehrmals gesetzt. Yasmin Giger ist U20-Europameisterin, war Jugend-EM- und EYOF-Zweite. Die erst 17-Jährige hat sich zu einer Hoffnungsträgerin der Schweizer Leichtathletik entwickelt. Die Hallen-EM-Teilnahme vor einem Jahr und die WM-Qualifikation im vergangenen Sommer bei der Elite zeugen davon. Vor allem über 400 m Hürden zählt sie in ihrer Altersklasse zu den Weltbesten.

Unter diesem Blickwinkel liesse sich die Ausbeute an den nationalen Nachwuchs-Titelkämpfen in der Halle als mager bezeichnen: ein dritter und siebter Platz. Dieser Blickwinkel ist aber für einmal zweifelhaft. Giger mass sich in St. Gallen über Distanzen, die ihre Fähigkeiten nicht optimal zur Geltung bringen lassen. Sie trat über 60 m sowie über 200 m an. «Gegenüber den reinen Sprinterinnen ist sie mit ihren langen Schritt benachteiligt, kann sie nicht die nötige Kadenz entwickeln», sagt Gigers Coach Werner Dietrich. Besonders wirkt sich dies in den engen Kurven über 200 m aus.

Eine Investition in die Schnelligkeit

Hinter den Einsätzen stehen längerfristige Absichten. Es handelt sich um Investitionen in die Schnelligkeit. Und so stimmen die Resultate in St. Gallen zuversichtlich. Über 60 m steigerte sich Giger im Vergleich zu 2017 deutlich. Und über 200 m stellte sie in der Qualifikation mit 25,01 und im Final mit 24,80 Sekunden persönliche Bestwerte auf. «Es ist der Beweis, dass sich die Arbeit auszahlt», sagte sie.

Aus den Resultaten zog auch Trainer Dietrich Rückschlüsse. «Giger hat Fortschritte erzielt, nicht nur bezüglich Schnelligkeit, sondern auch bezüglich Kraft.» Mit ihrem Schweizer U20-Rekordlauf über 400 m in 53,87 Sekunden Anfang Monat hat die Sport-KV-Absolventin Sicherheit gewonnenen. Und so weckt die Aussage nach dem letzten Rennen in St. Gallen Hoffnungen: «Die Form stimmt, jetzt freue ich mich auf die Schweizer Meisterschaften der Elite vom nächsten Wochenende in Magglingen.» Beste Erinnerungen an die Titelkämpfe von 2017 kann sie heranziehen. Damals überspurtete sie über 400 m auf der Zielgeraden die 800-m-Hallen-Europameisterin Selina Büchel und qualifizierte sich mit 53,93 Sekunden für die EM. In diesem Jahr steht am ersten März-Wochenende die Hallen-WM in Birmingham an. Gefordert hierfür sind 53,15.

«Hallensaison hat keinen allzu hohen Stellenwert»

«Mit dieser Limite habe ich mich noch nie befasst», sagt Giger. Ihre Absicht sei, in Magglingen ihr Bestes abzuliefern. Konkreter wird Trainer Dietrich. «Die Hallensaison hat keinen allzu hohen Stellenwert in unserer Planung. Sollte Giger aber die Limite unterbieten, würde sie nach Birmingham reisen.» Dafür braucht sie Widersacherinnen, die sie bis aufs Letzte fordern. Noch ist ungewiss, wer die 400 m in Magglingen alles bestreiten wird.

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