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LEICHTATHLETIK: Neue Perspektiven in England

Die Qualifikation für die Hallen-WM in Birmingham verpasste Brahian Peña an den Schweizer Meisterschaften vom vergangenen Wochenende. Dennoch liegt die sportliche Zukunft des Sulgeners auf der Insel.
Jörg Greb, Magglingen
Hürdensprinter Brahian Peña wurde in Magglingen seinen hohen Ansprüchen mit Platz zwei nicht gerecht. (Bild: Jörg Oegerli)

Hürdensprinter Brahian Peña wurde in Magglingen seinen hohen Ansprüchen mit Platz zwei nicht gerecht. (Bild: Jörg Oegerli)

Jörg Greb, Magglingen

sport@thurgauerzeitung.ch

Nur wenige Minuten lag der Finallauf der Hürdensprinter an den Schweizer Hallenmeisterschaften hinter ihm, da vibrierte das Handy von Brahian Peña. Der 23-jährige Thurgauer gab nach Platz zwei die erste Analyse ab. «Ich hatte einen exzellenten Start, dann aber touchierte ich mit dem Fuss die zweite Hürde. Schade.» Die Führung war vergeben, ebenso die Aussicht auf die WM-Limite. Nach den 60 Metern leuchtete für ihn die Zeit von 8,02 Sekunden auf. 32 Hundertstel fehlten ihm für das WM-Ticket, für die Teilnahme an den Welttitelkämpfen vom ersten Märzwochenende in Birmingham, England. Eine halbe Ewigkeit.

25 Hundertstel lag sein grösster Widersacher und Titelverteidiger Jason Joseph vor ihm. «Ich nutzte die Chance nicht», sagte Peña. Seine Enttäuschung über Silber war offensichtlich. Er sagte aber auch: «Die Vorgabe war hoch, ich musste alles riskieren.»

In London unter Topathleten

Dass Peña seine ersten Eindrücke vom Wettkampf via Telefon weitergab, war speziell. Dass sein Gesprächspartner Alex Wilson hiess weniger. «Wir sind wichtiger geworden füreinander», sagt Peña zum Schweizer Freiluft-Rekordhalter über 100 m und 200 m. Ein Jahr nach Wilson hat es Peña dem Basler gleichgetan und sich der britischen Topsprint-Gruppe um Coach Lloyd Cowan angeschlossen. Seit vergangenem Herbst trainiert er nun in London. Als «Investition in meine Zukunft und Schritt nach vorn» bezeichnet es der 23-jährige Thurgauer, der diese Saison für die GG Bern startet.

«Bereichernd» sei es, was er im neuen Umfeld erlebe, so Peña. «Meine Trainingskollegen sind alles Profis von internationalem Rang.» Eine Novität für den hoffnungsvollen Thurgauer. «Ich mache jeden Tag neue Erfahrungen.» Auch schätzt er die Lockerheit innerhalb der Gruppe: «Da sind immer wieder Spässchen zu hören.» Vor allem mit Landsmann Wilson hat er es gut. «Von ihm war ich immer Fan, nun sehe ich, wie er arbeitet und lebt.»

«An der EM will ich zeigen, wie weit ich gekommen bin»

Nachdem Brahian Peña im Trainingslager auf Teneriffa «eine vielversprechende Verfassung» festgestellt hatte, bildete die Hallensaison mit der Perspektive WM plötzlich eine Herausforderung. Während des vergangenen Monats weilte er hierfür wieder in der Ostschweiz, wo er mit seinem langjährigen Förderer Werner Dietrich zusammenarbeitete.

Dass es nicht geklappt hat mit der Hallen-WM bedauert Peña. Einschneidend wird der Dämpfer nicht sein. «Ausgerichtet ist mein Aufbau auf den Sommer. An der EM in Berlin will ich zeigen, wie weit ich gekommen bin.» Bereits im Hinterkopf sind auch die WM 2019 und die Olympischen Spiele 2020. Inwiefern der Umzug nach England und die hohe Trainingsintensität greifen, wird sich zeigen. Werner Dietrich sagt es so: «Brahian hat sich einer Sprintgruppe angeschlossen. Ich hoffe, dass das Hürdentechniktraining nicht zu kurz kommt.»

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