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LEICHTATHLETIK: Kambundji überholt die Weltspitze

Mujinga Kambundji und Lea Sprunger setzen mit einer Weltjahresbestleistung und einer europäischen Jahresbestleistung einzigartige Höhepunkte an der Schweizer Hallenmeisterschaft in Magglingen.
Jörg Greb, Magglingen

Noch ist keine Kurzsprinterin weltweit in diesem Winter derart schnell gelaufen wie Mujinga Kambundji. In Magglingen stellte sie mit 7,03 Sekunden zudem einen Schweizer Rekord auf. «Dass es derart schnell gehen würde, überrascht mich», sagte Kambundji. Allerdings war sie sich ihrer guten Form bewusst gewesen. Zudem gefällt sie in diesem Winter durch eine auffallende Lockerheit und Konstanz. Und eine noch ausgeprägtere Selbstsicherheit legt Lea Sprunger an den Tag. In Magglingen lief sie die 200 m in 22,88 Sekunden, was neben der nationalen Bestmarke auch eine europäische Jahresbestzeit bedeutete. Sprunger spielt in diesem Winter eine Souveränität aus, die ihr letztes Jahr noch abgegangen war: zwei Rekordläufe, drei Auftritte auf der Weltbühne, alle drei siegreich. «Ich weiss, dass ich weiter bin als vor zwölf Monaten», sagt sie. Dass sie sich nur vier Tage nach ihrem 400-m-Rekordlauf noch nicht vollständig erholt gefühlt hatte, wollte sie nicht ins Zen­trum gestellt wissen.

Im Hinblick auf die Hallen-WM in Birmingham vom übernächsten Wochenende verheisst dies einiges, zumal Sprunger nur vier Tage zuvor bereits über 400 m einen Rekordlauf auf Weltklasseniveau abgeliefert hat.

Salomé Kora lachende Dritte

Und auch Ostschweizer verstanden es, für Akzente auf dem obersten Level zu sorgen. So lief im 60-m-Final die St. Gallerin Salomé Kora mit einer persönlichen Bestzeit von 7,27 Sekunden auf Rang drei. Damit unterbot sie die Limite für die Hallen-WM. Mitunter aber trifft es Kora hart. Weil nur zwei Athleten pro Disziplin und Nation zugelassen sind, muss sie zu Hause bleiben. Denn Ajla Del Ponte war dank dem Schweizer U23-Rekord von 7,24 Sekunden noch schneller. Kora nahm es mit Fassung: «Meine Gefühle sind etwas gespalten, aber insgesamt überwiegt die Freude über diese Leistung.»

Diese Gewichtung ist mehr als berechtigt. Kora hat sich im Vergleich zum vergangenen Winter deutlich gesteigert. Und sie hat nochmals bestätigt erhalten: «Vor allem beim Start konnte ich mich enorm verbessern.» Die Fortschritte sollen sich auch in der Sommer- und EM-Saison widerspiegeln. Und mehr als bestätigt sieht die 23-Jährige, dass «die Zusammenarbeit mit den beiden Coaches Christian Gutgsell und mit Laurent Meuwly funktioniert. «Ich wäre sehr gerne an die Hallen-WM nach Birmingham geflogen», sagt sie, «aber jetzt fiebere ich mit guten Gefühlen vor dem Fernseher mit und beginne mich umso früher auf die Sommersaison und Berlin zu fokussieren.»

Giger – nach Büchel nun an Atcho vorbei

Einen Meistertitel feierte die erst 18-jährige Romanshornerin Yasmin Giger. Sie siegte über 400 m und verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr. Damals überspurtete sie die 800-m-Europameisterin Selina Büchel. Nun schob sie sich an der hoch gehandelten Sarah Atcho vorbei und gewann in 54,12 gegenüber 54,42 Sekunden. Von «einem guten Abschluss der Hallensaison» sprach sie danach, sieht sie sich doch bestätigt darin, «dass der Aufbau stimmt». Ihre beiden Erfolge bezeichnet sie als «grosse Überraschungen». Ähnlichkeiten zeigten sich dennoch: Beide Male zog sie auf der kurzen Zielgeraden an ihren härtesten und prominenten Widersacherinnen vorbei.

Jörg Greb, Magglingen

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