LEICHTATHLETIK: Gestrafftes Programm

Die Diamond League eröffnet am Freitagabend in Doha mit einem neuen Modus die Freiluftsaison. Der Thurgauer Kariem Hussein profitiert davon nicht.

Drucken
Teilen

Im Gegensatz zu früheren Jahren beginnt in den 32 Finals in Zürich und Brüssel alles wieder bei null. Die vorangegangenen zwölf Meetings dienen dazu, die Finalisten zu ermitteln. Dabei wird nicht mehr jede Disziplin sechsmal ausgetragen. Aus organisatorischen Gründen oder wegen der geringeren Resonanz beim Publikum stehen vorab technische Disziplinen nur viermal im Programm. Davon betroffen sind: 400 m Hürden, Weit- und Dreisprung, Kugelstossen, Diskus- und Speerwerfen sowie die 3000-/5000-m-Läufe und die Steeple-Rennen.

Zu Beginn der 2010 initiierten Diamond League war der Start einer Schweizerin oder eines Schweizers noch eine Seltenheit, nun ist dies dank der breiteren Dichte auf Weltniveau die Regel geworden. Den Auftakt macht Nicole Büchler. Die Seeländerin wird am Freitag in Doha, wo sie vor Jahresfrist ihren Schweizer Freiluftrekord auf 4,78 m anhob, anlaufen. Kariem Hussein, der Europameister von 2014, wird möglicherweise ein Opfer der Reduktion der 400 m Hürden auf vier Qualifikationen. Für Schanghai steht der Thur­gauer Hürdenläufer immer noch auf der Warteliste.

Selina Büchel, die zweifache Hallen-Europameisterin über 800 m, wird Ende Mai in die USA nach Eugene reisen. Ab Juni greifen dann auch die EM-Dritten Mujinga Kambundji und Lea Sprunger ins Geschehen ein. Die Athletissima in Lausanne, die am 6. Juli stattfinden wird, und Weltklasse Zürich (24. August) erhalten, wie auch die Meetings anderer Nationen, die Möglichkeit, ihre eigenen Aushängeschilder zu präsentieren. So werden auch beim Final im Letzigrund die besten Schweizer und Schweizerinnen zu sehen sein, selbst wenn sie die Finalqualifikation nicht geschafft haben. (sda)