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LEICHTATHLETIK: Garantin für positive Schlagzeilen

Yasmin Giger aus Romanshorn hat sich vergangenes Jahr als jüngstes Schweizer Juwel profiliert. Darauf will die 18-Jährige aufbauen. Morgen lanciert sie ihre Saison 2018 am Auffahrtsmeeting in Kreuzlingen.
Jörg Greb
In der Spur für neue Erfolge: Hürdensprinterin Yasmin Giger. (Bild: Benjamin Manser (Kreuzlingen, 5. Juli 2017))

In der Spur für neue Erfolge: Hürdensprinterin Yasmin Giger. (Bild: Benjamin Manser (Kreuzlingen, 5. Juli 2017))

Jörg Greb

sport@thurgauerzeitung.ch

Wenn das kein Auftakt nach Mass war: Yasmin Giger feierte einen Sieg, der ihr ein «Oh my God» entlockte. Am Promotionstag des UBS Kids Cup, einem Teamwettkampf für Leichtathletik-Interessierte im Zürcher Letzigrund, setzte sich die 18-Jährige mit ihrer Equipe durch. Um etwas Unbedeutendes handelte es sich. Sechs Teams aus Hobbysportlern, Sponsoren und Medienschafenden duellierten sich in den drei Disziplinen 60-m-Sprint, Ballweitwurf und Weitsprung. Und doch wehte etwas Wegweisendes mit: Mit ihren Leistungen (8,70 über 60 m/5,27 m Weitsprung/ 62,70 m Ballweitwurf) liess Giger die weit renommierteren andern Teamleader Mujinga Kambundji, Selina Büchel, Noemi Zbären und Lea Sprunger hinter sich.

Damit unterstrich die talentierte Thurgauerin ihre Vielseitigkeit. Um ihre Disziplinen handelte es sich aber längst nicht mehr. Über 400 m Hürden ist sie vergangenen Sommer Europameisterin bei den U20 geworden. Ebenso erstklassige Leistungen zeigte sie zuletzt über 400 m und 200 m. Auf dieser Schiene soll es auch in diesem Jahr weitergehen. In ihrem zweiten U20-Jahr bekommt es Yasmin Giger nicht nur mit den Besten Europas, sondern den Besten der Welt zu tun. «Die Weltmeisterschaften in Tampere Mitte Juli sind mein Höhepunkt», sagt sie. Die 400 m Hürden dürften wiederum ihre Disziplin werden. Über die Bahnrunde mit den zehn Hindernissen realisierte sie 2017 einen U20-Schweizerrekord von höchster Klasse: Die 55,90 Sekunden liegen lediglich einen Hundertstel über den U20-Europarekord von Zuzana Hejnova aus Tschechien. In ihrer Altersklasse belegte sie damit Platz zwei weltweit. In der Schweiz sind erst vier Elite-Langhürdenathletinnen schneller gelaufen: die Rekordhalterin und WM-Fünfte Lea Sprunger (54,29), Anita Protti (54,25) sowie die Olympiateilnehmerinnen von 1996 Michèle Schenk (55,70) und Martina Stoop (55,86). Jenem Superlauf verdankte Giger auch die Teilnahme an der Elite-WM im August 2017 in London.

In Kreuzlingen über 300 m flach am Start

Im Hinblick auf die neue Saison gibt sich die stets gut gelaunte Ostschweizerin zurückhaltend. «Ich bin gespannt, was herauskommt», sagt sie. Und ebenso fragt sie sich, wie der Saisonauftakt gelingen wird. An Auffahrt wird sie in Kreuzlingen über 300 m flach antreten. Wo sie derzeit steht, kann nicht nur sie selber schwer abschätzen. «Der Winter war mit dem 400-m-Hallenrekord okay», sagte ihr langjähriger Förderer und Trainer Werner Dietrich. Diese Marke ist lediglich von sieben Konkurrentinnen ihrer Altersklasse unterboten worden, darunter sechs US-Amerikanerinnen.

Doch mit Blick auf den Saisonauftakt sagt Dietrich: «Yasmin macht mich nervös.» Mit der Ungewissheit ihrer Form hänge dies zusammen. Die Trainingswerte entsprechen in keiner Weise den Wettkampfresultaten. Ob daran der Weckruf aus den USA etwas ändert? Die 18-jährige Amerikanerin Sydney McLaughlin lief vor knapp zehn Tagen mit 53,60 Sekunden einen U20-Weltrekord über 400 m Hürden.

Starke Trainingspartner in Griechenland

Nach der Hallensaison weilte Yasmin Giger mit Trainer Dietrich und dessen Gruppe unter anderem im griechischen Heraklion. Der Baselbieter Hürdensprint-Europameister Jason Joseph wie auch der Zürcher EM-Teilnehmer Sales Inglin schlossen sich der Gruppe an. Über Zeiten und Entwicklungen macht sich Giger wenig Gedanken. «Ich nehme es, wie es kommt», sagt sie. Klar ist aber: Giger will auf ihren letztjährigen Klasseleistungen aufbauen. Und das scheint Garant für weitere positive Schlagzeilen zu sein.

Hinweis

Informationen zum Auffahrtsmeeting unter www.lar-taegerwilen.ch.

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