Leicht ansteigend

Nach drei Auswärtsniederlagen sichert sich St. Gallen in zwei Partien im Bernbiet vier Punkte. Trotz Glück haben die Ostschweizer auch angedeutet, dass ihr Spiel strukturierter geworden ist.

Patricia Loher
Merken
Drucken
Teilen

Dem harzigen Start folgt ein Lichtblick: Von den vergangenen sechs Pflichtspielen hat der FC St. Gallen nur noch zwei verloren, neben Lugano unterlag er auch Basel. Aber die Ostschweizer siegten in Thun und holten bei den Young Boys ein 2:2. Nach drei Niederlagen in fremden Stadien haben die St. Galler aus den Spielen im Bernbiet vier Punkte mitgenommen. Um die leichte Aufwärtstendenz zu bestätigen, muss sich die Mannschaft am Sonntag in einer Woche aber auch einmal gegen Vaduz durchsetzen: Nach dem 2:0 gegen die Ostschweizer im August haben die Liechtensteiner in fünf Spielen nur noch einen Punkt geholt. Und: In der Tabelle ist noch immer der Blick nach hinten angebracht. In der Länderspielpause beträgt St. Gallens Vorsprung auf das letztklassierte Thun nur drei Zähler.

Innenverteidiger mit Ausstrahlung

Obwohl St. Gallen in Bern nach der frühen Führung durch Roman Buess lange untendurch musste und auf fünf erstklassige Interventionen von Goalie Daniel Lopar angewiesen war, deuteten die Ostschweizer wie schon gegen Basel phasenweise doch an, dass ihr Spiel strukturierter geworden ist. Mit Karim Haggui hat die Mannschaft einen routinierten Innenverteidiger mit Ausstrahlung dazu bekommen. Der 32-Jährige scheint fähig, neben Captain Toko auf der Achse ein Führungsspieler zu werden. Über solche Qualitäten verfügt auch Albert Bunjaku, der gegen die Young Boys nach drei ausgelassenen Chancen in der 94. Minute doch noch traf. Allerdings ist die Konkurrenz für den kosovarischen Internationalen gross. Augsburgs Leihgabe Albian Ajeti war sowohl in Thun als auch in Bern nach seiner Einwechslung entscheidend daran beteiligt, dass St. Gallen punktete. In Thun erzielte er das 2:1, in Bern brachte er Bunjaku vor dem 2:2 wunderbar in Abschlussposition.

Leidtragende der leicht ansteigenden Formkurve sind im Moment Danijel Aleksic, der in den vergangenen drei Spielen nicht oder nur noch wenig zum Einsatz kam, und Martin Angha, der zuletzt gar nicht mehr spielte. Der 22-Jährige ist nun so wie Roy Gelmi zur Schweizer U21-Nationalmannschaft eingerückt.