LEADER: Die Young Boys bauen den Vorsprung aus

Dank einem 1:0-Sieg bei Sion haben die Young Boys ihre Führung in der Super League nach dem ersten Meisterschaftsviertel auf fünf Punkte ausgebaut. Die Grasshoppers bleiben unter Murat Yakin ohne Niederlage – die Zürcher gewinnen in Lugano 3:0.

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Die Berner bejubeln den 1:0-Sieg im Wallis. (Bild: Gabriel Monnet/KEY)

Die Berner bejubeln den 1:0-Sieg im Wallis. (Bild: Gabriel Monnet/KEY)

Die Young Boys verdienen für ihre bereits recht solide Leaderstellung Respekt. Nach zuletzt zwei Heimsiegen errangen sie im Wallis ihren zweiten Auswärtssieg der Saison. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter ist auf nationalem Niveau erfolgreich, obwohl sie in diesen Wochen ohne verschiedene verletzte Leistungsträger auskommen muss. Der Schlüsselspieler Sékou Sanogo war im Match gegen Sion gesperrt. Dass das erste Tor auch schon den Sieger bestimmen würde, war in diesem die meiste Zeit unansehnlichen, kaum je interessante Szenen vor den Toren bietenden Spiel logisch. Es gehörte auch zum Spiel, dass das Tor auf eine Einzelleistung zustande kam. Assalé liess nach einem langen Lauf auf der linken Seite Verteidiger Elsad Zverotic aussteigen und bezwang den starken Goalie Anton Mitrjuschkin aus spitzem Winkel. Dennoch hätten die Walliser im zweiten der drei Spiele, die Präsident Christian Constantin als die letzten Chancen für Trainer Paolo Tramezzani bezeichnet hatte, einen Punkt gewinnen können. Die Walliser Fans mussten sich bis in die 84. Minute für diese Szene gedulden: Zuerst rettete Goalie David von Ballmoos die Führung der Berner mit einer Glanzparade, und eine Sekunde später landete ein Heber des fünf Minuten vorher eingewechselten Birama Ndoye an der Latte. Ein derartiges Glück hatten die Young Boys in keiner anderen Situation beanspruchen müssen.

Grasshoppers mit glücklichem 3:0-Sieg

Mit dem dritten Sieg bei zwei Remis in den letzten fünf Spielen klettern die Grasshoppers weiter nach oben. Das 3:0 beim FC Lugano sagt allerdings wenig über den Spielverlauf aus. Trainer Murat Yakin hat nicht nur Kompetenz zu den Zürchern gebracht, sondern auch das oft vermisste Glück. In der Pause wäre ein 4:0 für die Tessiner möglich gewesen, es hiess jedoch 0:1. Bevor Nedim Bajrami eine Viertelstunde vor Schluss zum vorentscheidenden 2:0 traf, hatten die Tessiner in der zweiten Halbzeit drei weitere Chancen durch Vladimir Golemic und Carlinhos vergeben. Die Grasshoppers verbesserten sich an Luzern und Sion vorbei auf den fünften Platz.

Die Teams sind in der Tabelle dicht gedrängt wie lange nicht mehr. Sieben Punkte liegen zwischen dem Zweiten St. Gallen und dem Schlussduo Lugano/Thun. Lausanne hatte die rote Laterne dank dem 3:2-Sieg in Luzern schon am Samstag abgegeben. Am Sonntag konnten weder die derzeit vom Glück verlassenen Tessiner noch die Berner Oberländer zurückschlagen. (sda)