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LANGLAUF: Wieder an der Weltspitze

Dario Cologna ist wieder oben angekommen – gleich in zweifacher Hinsicht. Er triumphiert nach 2009, 2011 und 2012 zum vierten Mal an der Tour de Ski und meldet sich in der absoluten Weltspitze zurück.
Hans Leuenberger (sda),
Dario Cologna gewinnt zum ersten Mal seit sechs Jahren die Tour de Ski. (Bild: EPA (Sonntag, 7. Januar 2017, Val di Fiemme))

Dario Cologna gewinnt zum ersten Mal seit sechs Jahren die Tour de Ski. (Bild: EPA (Sonntag, 7. Januar 2017, Val di Fiemme))

Hans Leuenberger (SDA),

Cavalese

«Manchmal ist es auch schön, wenn man auf einen Erfolg etwas länger warten muss», kommentierte Cologna seinen Triumph im Val di Fiemme. «Klar, der erste war speziell, aber dann kamen sie in rascher Folge.» Dieser Sieg hingegen stärkt sein Selbstvertrauen in besonderem Mass. «Ich bin zurück und habe gezeigt, dass ich alle besiegen kann.»

Cologna präsentiert sich so stark wie seit den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi nicht mehr. Weit weg von der Spitze war er zwar nie gewesen, aber es standen andere im Fokus: Martin Johnsrud Sundby, Petter Nor­thug, Sergej Ustjugow, Alex Harvey oder seit vergangener Saison auch Johannes Hösflot Klaebo, der einzige grosse Abwesende bei der Tour. Gleichwohl: «Gestohlen ist da nichts», sagte Cologna mit Blick auf die Konkurrenz am diesjährigen Langlauf-Klassiker. Nach einer Pause von sechs Jahren ist der Schweizer wieder der König der Tour de Ski. Im Schlussaufstieg hinauf zur Alpe Cermis wurde der 31-Jährige nicht mehr ernsthaft gefordert. Der Vorjahressieger Ustjugow trat nach der Schlappe vom Samstag wegen Rückenproblemen nicht mehr an, Harvey, Sundby und Alexej Poltoranin lieferten sich einen Kampf um die Podestplätze.

Ein Jahrzehnt an der Weltspitze

Der Bündner liess bei seinem Lauf zum 24. und wohl einem seiner schönsten Weltcupsiege nichts anbrennen und ging konzentriert ans Werk. Die letzten 425 Höhenmeter mit Passagen mit bis zu 28 Prozent Steigung meisterte er souverän. «Weh tut es gleichwohl, die Meter gehen nur langsam vorbei», sagte er, fügte aber an: «Ich habe unmittelbar nach dem Start gemerkt, dass ich heute keinen schwachen Tage haben werde.» Obschon sein Vorsprung anderthalb Minuten betrug, verzichtete er auf einen Einlauf mit der Schweizer Fahne. Dieses Bild hatte sich 2009 in den Köpfen eingeprägt, als die breite Öffentlichkeit erstmals auf das Ausnahmetalent aufmerksam geworden war. Fast ein Jahrzehnt später steht fest: Cologna gehört immer noch zur absoluten Weltspitze.

Colognas Tal der Erfolge

Der Bündner ist bei der Tour de Ski nicht nur der Rekordsieger, er hat nun bezüglich Anzahl Podestplätze auch den Norweger Petter Northug überflügelt. Für den Schweizer stehen neben den vier Siegen ein zweiter und zwei dritte Plätze zu Buche. Während der zwölften Ausgabe der Tour de Ski bestach der Schweizer durch Konstanz auf höchstem Niveau. Neben seinen beiden Etappensiegen in Lenzerheide resultierten für ihn in Oberstdorf und am Samstag in Lago di Tesero zwei vierte Ränge. Auch gestern wurde Cologna in der Tageswertung, die als Weltcup-Rennen zählt, Vierter. Es siegte Sundby vor dem Franzosen Maurice Manificat.

Das Val di Fiemme ist Colo-gnas Tal der Erfolge. Als erster Schweizer Langläufer eroberte er im Trentino 2013 im Skiathlon über 30 km eine WM-Goldmedaille. Dass ihm dies in Italien gelungen ist, passt wunderbar in seinen Lebenslauf. Als gebürtiger Italiener hätte Cologna die Loipen auch im Dress der Italiener erobern können. Doch zum Glück für die Schweiz gab der im Münstertal nur einen Kilometer von der Grenze zu Italien aufgewachsene Ausnahmeathlet den Avancen der südlichen Nachbarn nicht nach. (sda)

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