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LANGLAUF: Gold-Marit steigt auf den Olymp

Marit Björgen triumphiert über 30 km. Damit löst sie Ole Einar Björndalen als erfolgreichsten Wintersportler ab.
Hans Leuenberger (sda), Pyeongchang
Historischer Sieg: die Norwegerin Marit Björgen. (Bild: Quinn Rooney/Getty (Pyeongchang, 25. Februar 2018))

Historischer Sieg: die Norwegerin Marit Björgen. (Bild: Quinn Rooney/Getty (Pyeongchang, 25. Februar 2018))

Hans Leuenberger (SDA), Pyeongchang

Die letzte Medaillen-Entscheidung bei den Spielen in Pyeongchang war eine historische. Marit Björgen (37) gewann im Zeichen der fünf Ringe ihre achte Goldmedaille. Sie schloss mit der ­Anzahl an Siegen zu Ole Einar Björndalen (der Biathlet war als Betreuer seiner Frau Daria ­Dom- ratschewa in Südkorea) und Langläufer Björn Dählie auf. Mit viermal Silber und dreimal Gold weist Björgen aber auf den weiteren Podestplätzen die bessere Bilanz als die beiden Norweger aus. Die Norwegerin brauchte einige Jahre, um auf die olympische Überholspur einzubiegen. Die Spiele in Salt Lake City 2002 und Turin 2006 hatte sie «nur» mit je einer Silbermedaille verlassen.

«Es ist für mich noch schwierig, diese historische Dimension zu verstehen», sagte Björgen. In Pyeongchang war ihr Fokus stets auf die Rennen gerichtet. «Jetzt ist es fertig. Morgen kann ich meinen Sohn wiedersehen», besagte die grosse Athletin im historischen Moment als erstes.

Der Titel als erfolgreichste Sportlerin bei Olympia ist nur einer von vielen Rekorden. Björgens Marken sind auch im Weltcup (112 Siege) und an Weltmeisterschaften (18 Titel, total 26 Medaillen) unerreicht. Dabei liess sie die Saison 2015/16 komplett aus, denn im Dezember 2015 wurde sie Mutter von Söhnchen Marius. Mit Olympia ist nun Schluss, die WM 2019 in Seefeld dürfte sie noch mitnehmen.

«Gull-Marit», wie sie in Norwegen genannt wird, kürte sich mit dem Sieg über 30 km in der klassischen Technik auch zur Langlauf-Königin von Pyeonchang. Der Titel war noch strittig gewesen, da die Schwedin Charlotte Kalla mit Gold im Skiathlon plus dreimal Silber ebenfalls gross abräumte. Kalla blieb aber im Dreissiger chancenlos. Bei Kilometer 10 musste sie als letzte Läuferin abreissen lassen und wurde auf den 5. Rang durchgereicht. Somit setzte sich Björgen mit 5:4 Podiumsplätzen durch.

Das Drama um Stadlober

Die meistdiskutierte Geschichte des Rennens, in dem Nathalie von Siebenthal als 22. über neun Minuten einbüsste, schrieb Theresa Stadlober (25). Die Salzburgerin bog an zweiter Stelle liegend nach 20 km in die falsche Schlaufe ab und landete am Ende nur auf Platz neun. Silber und Bronze liessen sich Krista Pärmäkoski (Finnland) und die Sprint-Siegerin Stina Nilsson (Schweden) umhängen. Stadlober zeigte sich selbstkritisch: «Jetzt bin ich so lange da, da sollte ich die Strecke schon kennen. Ich verstehe es selber nicht. Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich war halt dumm», sagte sie. Das Blackout von Theresa Stadlober wurde auch zum Familiendrama. Ihr Vater musste als Experte im österreichischen Fernsehen den Fehler seiner Tochter kommentieren.

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