Langis-Sprint: Nadine Fähndrich dominiert - und auch Bruder Cyril ist erfolgreich

Nadine Fähndrich dominiert den Langis-Sprint auf Glaubenberg. Bruder Cyril gewinnt bei den Junioren, während der Obwaldner Janik Riebli bei den Männern nach einem Sturz noch auf den 3. Rang vorstösst.

Roland Bösch
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Cyril Fähndrich mit seiner Schwester Nadine. (Bild: Manuela Jans-Koch, Langis, 6. April 2019)

Cyril Fähndrich mit seiner Schwester Nadine. (Bild: Manuela Jans-Koch, Langis, 6. April 2019)

Mit dem Langis-Sprint wurde gestern auf dem Glaubenberg der Schlussstrich unter die Saison 2018/2019 gezogen. Dennoch hat das Zentralschweizer Aushängeschild Nadine Fähndrich noch nicht ganz genug: «Eigentlich bin ich müde nach über 40 Wettkämpfen, doch die nächsten Wochen ziehe ich den Schnee dem Sandstrand noch vor.» Die Loipen auf dem Langis präsentierten sich nach dem Neuschnee vom Donnerstag in einem tadellosen Zustand. Für die 172 Startenden (Teilnehmerrekord) hatten die Verhältnisse aber auch Tücken. «Ich habe mir selber das Bein gestellt», schilderte der zu diesem Zeitpunkt in Führung liegende Giswiler B-Kader-Läufer Janik Riebli seinen Sturz im Finallauf der Männer.

Der Sieger des Prologs musste somit seine Ambitionen auf den ersten Elite-Sieg vor heimischem Publikum begraben. Riebli konnte nicht mehr mit dem frischgebackenen Sprint-Schweizermeister Erwan Käser aus Bex um den Tagessieg mitkämpfen. Vor kurzem noch hatte er mit Käser einen Doppelsieg beim Continentalcup-Finale in Oberwiesenthal gefeiert. «Aufgeben kam für mich nicht in Frage. So habe ich alles gegeben, um wenigstens um den 3. Rang mitsprinten zu können», erklärte der Athlet des Skiclubs Schwendi-Langis. Der Einsatz hat sich gelohnt. In einem Fotofinish verdrängte der 21-jährige Riebli Livio Matossi aus St. Moritz auf den 4. Rang.

Zentralschweizer Doppelerfolg im Swiss-Cup

Für seinen ersten Langis-Sprint-Sieg musste auch Cyril Fähndrich in seinem letzten U20-Rennen hart arbeiten. Der Luzerner war zuvor bei seinem Heimrennen lediglich einmal auf das Podest gestiegen. Der Sportmittelschüler erwischte im Finallauf keinen optimalen Start und musste sich auf der 1,3 Kilometer langen Runde zuerst an die Spitze vorarbeiten. «Die Saison endet, wie sie begonnen hat: mit einem Sieg», stellte Cyril Fähndrich zufrieden fest. Zur Erinnerung: Fähndrich konnte Anfang Dezember bereits den Swiss-Cup-Sprint im Goms für sich entscheiden. Insgesamt sieben Siege resultierten in der Swiss-Cup-Wertung 2018/19, die der Eigenthaler in der Kategorie U20 für sich entscheiden konnte. Auf die leichte Schulter nehmen konnte auch Nadine Fähndrich das Rennen der Frauen nicht. Als Prolog-Siegerin hatte sie aber bereits klargemacht, dass sie dem Skiclub Horw zum 100-Jahr-Jubiläum einen Sieg schenken möchte. Mission erfüllt, konnte man am Ende des Tages feststellen.

Nadine Fähndrich liess nach der Zielankunft ihren Emotionen für einen kurzen Moment freien Lauf. Ganz so viele Gefühle wie bei ihrem ersten Weltcup-Podestplatz im Verlaufe dieser Saison waren es dann aber doch nicht. Die Eigenthalerin sagte: «Positive Emotionen kosten ähnlich viel Energie wie negative. Darum versucht man oft, diese während der Saison zu unterdrücken.» Langsam, aber sicher komme jetzt die Zeit, wo man den angestauten positiven Erlebnissen etwas mehr Raum lassen könne.

Aus Zentralschweizer Sicht stellte der 2. Rang der Urner Langläuferin Stefanie Arnold bei den Frauen das Tüpfchen auf dem i dar. «Der Langis-Sprint ist immer wieder ein cooles Erlebnis. Mit einem Podestplatz die Saison zu beenden, tut gut», frohlockte Arnold.

Ranglisten unter: www.skiclub-horw.ch

Langis-Sprint Langis-Sprint/BKW-Swiss-Cup-Finale (freie Technik):
Frauen (11 Klassierte): 1. Nadine Fähndrich (Horw). 2. Stefanie Arnold (Unterschächen). 3. Alina Meier Davos. 8. Lea Bünter (Dallenwil). 10. Maria Christen (Andermatt). 11. Ursula Felder (Flühli). – U20 (22): 1. Auroa Viglino (Daovs). 7. Bianca Buholzer (Horw). 12. Celine Arnold (Unterschächen). 13. Laura Bütler (Engelberg). 14. Lorena Wallimann (Schwenid-Langis). 22. Silja Zberg (Schwenid-Langis).
Männer (18 Klassierte): 1. Erwan Käser (Bex). 2. Cédric Steiner (Davos). 3. Janik Riebli (Schwendi-Langis). 15. Andrin Näpflin (Beckenried). 16. Pascal Wolf (Schwendi-Langis). – U20 (40): 1. Cyril Fähndrich (Horw). 4. Avelino Näpflin (Beckenried). 11. Ramon Riebli (Schwendi-Langis). 20. Samuel Beeler (Rothenthurm). 28. Lars Rietveld (Schwendi-Langis).

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