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KUNSTTURNEN: «Es gab auch schwierige Tage»

Am Wochenende gibt Giulia Steingruber an der Schweizer Meisterschaft in Morges nach einjähriger Wettkampfpause ihr Comeback. Die Gossauerin befindet sich nach ihrer Fussoperation im Fahrplan.
Christian Finkbeiner (sda), Magglingen
Seit sechs Wochen kann Giulia Steingruber das volle Trainingsprogramm absolvieren. (Bild: Marcel Bieri/Keystone)

Seit sechs Wochen kann Giulia Steingruber das volle Trainingsprogramm absolvieren. (Bild: Marcel Bieri/Keystone)

Christian Finkbeiner (SDA), Magglingen

«Der Fuss macht mit. Das ist das Wichtigste in diesem Jahr», sagte Giulia Steingruber vier Tage vor ihrem ersten Wettkampf seit mehr als einem Jahr und den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Am 14. August 2016 hatte sie mit dem Gewinn von Bronze am Sprung für eine Sternstunde in der Geschichte des Schweizer Frauenkunstturnens gesorgt und die erste Olympiamedaille geholt. Danach stürzte sie im Bodenfinal und verletzte sich dabei am Fuss. Es folgte eine zweimonatige Auszeit mit einer Reise nach Australien und auf die Fidschi-Inseln, ehe sie sich im Ja­-nuar der Operation am rechten Sprunggelenk unterzog.

Nun kehrt Steingruber auf die Wettkampfbühne zurück. Eine gewisse Anspannung kann und will sie nicht verhehlen: «Ich bin sehr nervös.» Das Adrenalin, das Kribbeln im Bauch, das Publikum und den Konkurrenzkampf habe sie am meisten vermisst in den vergangenen Monaten, so die neunfache EM-Medaillengewinnerin, die im Waadtland an ihren achten Schweizer Meisterschaften teilnehmen wird.

Das Niveau von 2016 noch nicht erreicht

Schritt für Schritt arbeitete sie seit Februar in Magglingen am körperlichen Wiederaufbau. Geduld war gefragt, eine Eigenschaft, die nicht unbedingt zu ihren Stärken gehört. Seit sechs Wochen und der Wiederaufnahme des Trainings nach den Sommerferien kann Steingruber wieder das volle Programm unter dem neuen Cheftrainer Fabien Martin absolvieren. Zuvor machte ihr der Fuss vor allem am Boden immer wieder zu schaffen. «Es gab auch schwierige Tage», sagt Steingruber.

Eine Verschiebung des Come­backs stand aber nie ernsthaft zur Debatte, zumal aus medizinischer Sicht alles nach Plan lief. Am Boden hat sie ihr Niveau von 2016, als sie an der EM in Bern den Titel gewann, noch nicht wieder erreicht. Am Sprung, am Stufenbarren und am Schwebebalken fand sie den Tritt schneller wieder. Bei «75 Prozent» schätzt die 23-jährige Ostschweizerin ihr derzeitiges Leistungsvermögen im Vergleich zu früher ein.

Gesundheit geniesst Priorität

«Eine Garantie, dass ich wieder auf das gleiche Niveau komme, habe ich nicht», so Steingruber. Sie ist aber guten Mutes, dass sie zu alter Stärke zurückfinden wird. In den nächsten Wochen geht es in erster Linie darum, das Wettkampfgefühl wieder zu erlangen. Nach Morges wird Steingruber auch die Schweizer Mannschaftsmeisterschaften Mitte September in Bülach bestreiten, ehe Anfang Oktober mit der WM in Montreal der Saisonhöhepunkt folgt. Mit forschen Ankündigungen hält sich die 23-Jährige zurück. Riskieren will Steingruber nichts, die Gesundheit geniesst Priorität. «2018 will ich aber wieder voll angreifen.»

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