Kunstmuseum: Handwerk und Wunderkammer

Morgen Sonntag enden im Kunstmuseum Thurgau die Ausstellung «10 000 Stunden. Über Handwerk, Meisterschaft und Scheitern in der Kunst» und auch die Vermittlungsprojekte «Wunderkammer» und «Billetterie».

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Selbstbildnis mit Seifenblasen. (Bild: Helen Dahm)

Selbstbildnis mit Seifenblasen. (Bild: Helen Dahm)

Morgen Sonntag enden im Kunstmuseum Thurgau die Ausstellung «10 000 Stunden. Über Handwerk, Meisterschaft und Scheitern in der Kunst» und auch die Vermittlungsprojekte «Wunderkammer» und «Billetterie». Der Titel «10 000 Stunden» bezieht sich auf die Dauer, die laut dem Soziologen Richard Sennett benötigt wird, um ein Handwerk richtig zu erlernen. Mit Arbeiten von rund dreissig Kunstschaffenden untersuchte das Ausstellungsprojekt die Bedeutung des Handwerks und der handwerklichen Techniken in der Kunst heute und umkreiste die Vorstellungen von Meisterschaft, Scheitern und Zeit. Um 15 Uhr führt die Kunsthistorikerin Christiane Hoefert ein letztes Mal durch die Ausstellung.

Als Begleitprojekt war von Absolventen des Lehrgangs «Vermittlung von Kunst und Design» der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK eine «Wunderkammer» eingerichtet worden. Jedermann konnte ein eigens von Hand hergestelltes Meisterstück ins Museum bringen. Die Objekte zeugen von der Auseinandersetzung mit Kunst und vom handwerklichen Geschick der zahlreichen Leihgeber. Mit Worten von Museumsdirektor Markus Landert sowie von Stefan Wettstein und Fabienne Hugelshofer von der ZHdK erfährt die Wunderkammer um 16 Uhr ihren gebührenden Abschluss. Danach werden alle Objekte zurückgegeben.

So, 30.9., 15 Uhr, Kartause Ittingen www.kunstmuseum.ch

Galerie Schönenberger: Rachel Lumsden

Die Ausstellung «What's the Time, Mr. Wolf?» der Ostschweizer Künstlerin Rachel Lumsden ist noch heute und morgen geöffnet; an der Finissage ist die Künstlerin anwesend.

Sa/So, 29./30.9., 14–17 Uhr, Florastrasse 7, Kirchberg SG

Remise Weinfelden: Selbstporträt

Zum 20-Jahr-Jubiläum der Remise finden über das ganze Jahr hinweg Veranstaltungen statt, die weit über das traditionelle «Sommeratelier» hinausgehen. Künstlerselbstporträts aus der Privatsammlung Jürg Ganz' verbinden sich in den geschichtsträchtigen Räumen mit nicht mehr eindeutig fassbaren Spuren der Zeit.

Sa/So, 29./30.9., 15–18 Uhr, Frauenfelderstrasse 16a

Museum Rosenegg: Helen Dahm

Die in der Rosenegg geborene Helen Dahm ist die bekannteste Künstlerin mit Thurgauer Wurzeln. Als erste Frau überhaupt hat sie den Zürcher Kunstpreis erhalten, ihr Schaffen ist thematisch wie auch technisch äusserst vielseitig. Aus ihrem breiten Schaffen sind Bildnisse im weitesten Sinne ausgewählt worden: Selbstbildnisse, Heiligenfiguren, Porträts.

Mi 17–19, Fr/So, 14–17 Uhr; bis 7.10. www.museumrosenegg.ch