Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KULTFIGUR: «Jammern bringt dich nicht weiter»

Kevin Schläpfer steht vor der schwierigen Aufgabe, Kloten aus dem Tabellenkeller der Eishockey-NLA zu führen. Der neue Trainer sieht Potenzial im Team, warnt aber vor Blauäugigkeit.
Sergio Dudli
Mit Bart und meist feurigem Auftritt: Benoît Paire. (Bild: Fred Marvaux/Getty (Metz, 24. September 2017))

Mit Bart und meist feurigem Auftritt: Benoît Paire. (Bild: Fred Marvaux/Getty (Metz, 24. September 2017))

Kloten ist Letzter, besitzt die harmloseste Offensive, die zweitschwächste Abwehr und fährt ­einen strikten Sparkurs. Doch mit der Ernennung von Kevin Schläpfer zum neuen Cheftrainer scheint ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen: So bezwang Kloten am Dienstag das Spitzenteam aus Zug.

Kevin Schläpfer, Sie haben am Dienstag von der Tribüne aus das Spiel gegen Zug verfolgt –und Kloten hat prompt gewonnen. War das schon der Schläpfer-Effekt?

Das ist schwierig zu beurteilen. Aber ich glaube schon, dass es die Spieler motiviert hat, wenn der neue Trainer auf der Tribüne sitzt. Da hat bestimmt der eine oder andere gedacht: «Dem zeig ich es jetzt!» Aber der Sieg war nicht mein Verdienst.

Kloten steht auf dem letzten Tabellenplatz, und Geld ist keines vorhanden. Weshalb übernehmen Sie dennoch?

Kloten ist ein grosser Traditionsclub. Ich bin hoch motiviert und will helfen, dass der Verein aus diesem Loch kommt. Ich glaube, dass hier trotz Sparmassnahmen genug Potenzial vorhanden ist, ein NLA-Team zu stellen, das Zeichen setzen kann.

Wie lange hat es gedauert, bis Sie sich sicher waren, diese Aufgabe anpacken zu wollen?

Ich habe mir ein paar Nächte Gedanken gemacht. Es war keine einfache Entscheidung, aber handkehrum ist es das Los eines Trainers: Du kommst fast immer an einen Ort, an dem es nicht rund läuft. Ich habe aber das Gefühl, dass die Mannschaft und die Region Potenzial haben.

Man hat das Gefühl, Kloten ist die graue Maus der NLA. Was können Sie bewirken, zumal Sie als ein Aushängeschild des Schweizer Hockeys gelten?

Ich hoffe, dass ich Energie und Euphorie reinbringen kann – das hat bei Kloten in letzter Zeit gefehlt. Das sind aber Dinge, die es in einer Krise braucht. Jammern bringt dich nicht weiter.

Was waren Ihre Eindrücke aus dem ersten Training?

Es ist ein Vorteil, hat die Mannschaft das vergangene Spiel gewonnen. Die Stimmung war gut und das Team ist intakt, aber man darf nicht blauäugig sein: Die Tabellensituation schlägt auf den Magen und ein paar Akteure spielen unter ihren Möglichkeiten.

Morgen steht Ihr erstes Spiel an. Was können Sie in solch kurzer Zeit bewirken?

In dieser kurzen Zeitspanne geht alles über den Kopf. Ich führe viele Gespräche und will wieder die nötige Motivation reinbringen. An taktischen Sachen können wir nicht viel arbeiten, aber nach dem Sieg vom Dienstag muss ich auch nicht alles über den Haufen werfen.

Sergio Dudli

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.