Krönung einer verrückten Saison

Mit einem ungefährdeten 27:19-Heimerfolg über Absteiger Muri hat sich das Team von Enver Koso gleich in seinem ersten NLB-Jahr die Teilnahme an der Aufstiegsrunde gesichert. Erst vor einer Woche hatte man den Ligaerhalt bejubelt.

Hanspeter Fröhlich
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handball. Verrückter kann eine Handballsaison nicht verlaufen: Vor einer Woche noch grosse Erleichterung über den gesicherten Ligaerhalt und nun Teilnehmer der Aufstiegsrunde!

Wie vor Wochenfrist gegen den BSV Stans gelang es Arbon auch gegen Muri von Beginn weg, hochkonzentriert und aggressiv zu verteidigen, obschon die schnellen Passfolgen des TV Muri die Arboner zu enormer Laufarbeit zwangen.

Da die Einheimischen ihrerseits im Angriff zu ungeduldig und überhastet agierten, sahen sie sich in der ersten Viertelstunde mehrheitlich in der Verteidigung. Dort liessen sie aber nichts anbrennen; im Zentrum bildeten Michael Deutschmann und Björn Fröhlich einen starken Mittelblock und im Tor glänzte Ole Hönisch erneut.

Knoten gelöst

Mit dem 4:2 nach einer Viertelstunde Spielzeit löste sich dann auch der Knoten im Angriffsspiel der Thurgauer. Besser organisiert und druckvoll kamen sie aus allen Positionen zu Torerfolgen und auch das Konterspiel zeigte Wirkung. Das Skore erhöhte sich kontinuierlich. Wesentlich Anteil daran hatte Andi Stacher, der auf der linken Seite einige Male entschlossen durchbrach. Beim Stande von 9:3 (24.) nahm der Muri-Coach sein Time-out.

Dieses zeigte keine Wirkung: Topskorer Marvin Lier lief sich weiter in der Arboner Abwehr fest und im Gegenzug blieben die Einheimischen mit sehenswerten Spielzügen erfolgreich. So wechselte man beim Stande von 12:4 die Seiten.

Auch in der Pause gelang es Trainer Martin Pauli nicht, sein schmales Kader noch einmal neu einzustellen. Der schon lange besiegelte Wiederabstieg in die 1. Liga und das Skore von 12:4 wogen wohl zu schwer. Bei Arbon wurde nun immer wieder Kreisläufer Filip Pendic herrlich freigespielt.

Nach zehn Minuten lag der HCA erstmals mit 10 Toren vorne. Jetzt setzte Trainer Enver Koso sein gesamtes Kader ein. Im Tor hielt auch Silas Höhener stark, wogegen in Verteidigung und Angriff die Auswechslungen etwas den Schwung nahmen. «Spielen und spielen lassen» war in der letzten Viertelstunde angesagt. Muris Valentin Pfiffner schloss immer wieder erfolgreich ab und auf Arboner Seite zeigte in dieser Phase Philipp Näf seine Klasse. Mit dem Sirenenton gelang dem HCA das 27:19.

Heimspiel gegen Leader

Am nächsten Samstag (17 Uhr) trifft der HCA im Stacherholz am letzten Spieltag der NLB-Hauptrunde auf Leader Stäfa.

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