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KRISEN-FCSG: «Ich gehe davon aus, dass ich gegen Thun auf der Bank sitze»

Der FCSG scheitert im Cup-Achtelfinal auswärts beim Challenge-League-Leader Zürich mit 1:2. Es ist die vierte Niederlage im fünften Pflichtspiel. Dennoch ist Trainer Joe Zinnbauer überzeugt, das seine Galgenfrist verlängert wird.
Christian Brägger/Zürich
Fand auch gegen den FC Zürich nicht die richtigen Mittel: FCSG-Coach Joe Zinnbauer. (Bild: Keystone)

Fand auch gegen den FC Zürich nicht die richtigen Mittel: FCSG-Coach Joe Zinnbauer. (Bild: Keystone)

FUSSBALL. Startphase, und alles wie gehabt auf Seite des FC St. Gallen. Denn bereits wieder schwante einem Böses, auch wenn erst 18 Minuten gespielt waren. Oliver Buff hatte soeben am schnellsten reagiert und die Zürcher Führung erzielt – nach einem Abpraller an den Pfosten, den Dzengis Cavusevic mit seinem Abschluss nach einem weiten Einwurf getroffen hatte. St. Gallen lag erneut in Rückstand, ein allzu bekannter Zustand in letzter Zeit. Wie würden die Ostschweizer diesmal reagieren? Sie fielen jedenfalls nicht in der Dimension auseinander, wie ihnen das nach der frühen Rücklage in Luzern noch passiert war. Doch von einer Reaktion war ebenfalls nichts zu sehen, erst kurz vor der Pause agierte die verunsicherte Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer in minimalster Weise gefälliger, aber zwingend war das nicht.

So hoffte man auf die zweite Halbzeit, wieder einmal. Und wieder einmal hoffte man vergebens. Vielmehr traf Antonio Marchesano in der 83. Minute für Zürich. Weil Albian Ajeti kurz vor Spielende aus heiterem Himmel für St. Gallen den Anschlusstreffer erzielte, kamen die Zürcher dennoch kurzzeitig ins Zittern. Das wäre nicht nötig gewesen, vor ihrem Tor wurde es nicht mehr gefährlich. Schlusspfiff, und alles wie gehabt auf Seite des FC St. Gallen.

Stossrichtung bleibt gleich

In einem Cupspiel, in dem es ohnehin nichts zwischen Weiss und Schwarz gibt, weil es nur ums Weiterkommen oder Ausscheiden geht, mussten die Gäste im Letzigrund also mit Schwarz vorliebnehmen. St. Gallen bezog im Cup-Achtelfinal diesen nächsten schmerzhaften Dämpfer und verpasste gegen den Titelverteidiger die Gelegenheit, endlich die Stossrichtung zu ändern. Der Gegner, der die Challenge League souverän anführt und in dieser Saison nur in der Europa League einmal verloren hat, war der verdiente Sieger. Auch wenn Uli Fortes Team nicht wirklich brilliert hatte bei der Testfrage, ob es denn schon wieder bereit wäre für die Super League. Die Antwort lautete Ja, wenn man denn St. Gallen als Gradmesser nimmt.

Doch war St. Gallen in der Tat ein Gradmesser? Immerhin gab es Anzeichen einer kleinen Verbesserung. Es bemühte sich über die gesamte Spielzeit, der Zusammenbruch wie in früheren Partien fand nicht stand, zudem zeigte sich Zinnbauer an der Seitenlinie weitaus aktiver und glaubte bis zum Schluss an seine Mannschaft – das war in Luzern noch anders.

Dennoch blieben seine Spieler in der Offensive erschreckend harmlos, defensiv konnte man ihnen immerhin weniger vorwerfen. Die vier Wechsel, die der Coach auf diese Partie hin vorgenommen hatte, taten so gesehen ihre Wirkung; auch Goalie Daniel Lopar hatte wie üblich im Cup eine Pause erhalten – für ihn spielte Dejan Stojanovic.

Dass sich die Zürcher mit der Challenge League arrangiert haben, bewies der Zuschauerauflauf. 7629 Anhänger waren gestern gekommen, weniger gab es in der Liga-Vorrunde in keinem Heimspiel. Und sie dürften sich weniger für die in der Ostschweiz brennende Frage interessieren: Bleibt Zinnbauer der Mann an St. Gallens Seitenlinie? Er sagte: «Ich gehe davon aus, dass ich gegen Thun auf der Bank sitze.»

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