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Krienser Kraftakt zum Coup

Kriens schien am Boden, lag nach 20 Minuten gegen GC Amicitia 3:10 zurück. Dann wühlt Trainer Perkovac in seiner Trickkiste und schafft das kleine Wunder – 24:22-Sieg im Endspurt.

Nach dem ersten Drittel des Spiels schien für den HC Kriens-Luzern alles verloren. Die Mannschaft hatte so ziemlich alles falsch gehandhabt, was man im Handball anzupacken hat, war … nichts als inferior. «Anders kann man das nicht formulieren», pflichtete Trainer Goran Perkovac bei. Mit sieben Toren Rückstand lagen die Zentralschweizer zu diesem Zeitpunkt in der Bredouille (3:10), GC Amicitia lief zum Schaulaufen auf: Albin Alili, ein Ex-Krienser, warf Tor um Tor, Goalie Noah Ineichen, ein anderer mit HCK-Vergangenheit, hechtete Wurf um Wurf der Krienser Schützen ab. Es war nichts als jämmerlich.

Einer wie Goran Perkovac, Spielführer der kroatischen Nationalmannschaft beim Olympiasieg 1996, streicht indes nicht so schnell die Segel. «Jungs, schämt ihr euch nicht?», habe er in der Pause gepoltert, «ihr verkauft euch so arg unter eurem Wert. Wenn wir in der zweiten Halbzeit auch nur 90 Prozent unseres Leistungsvermögens abrufen, dann kippen wir das Spiel.»

Seine Leute kapierten. Riefen geschätzte 110 Prozent ab. «Es war ein überragender Kampf, den wir nach dem scheinbar hoffnungslosen Rückstand abgeliefert haben, ich bin stolz auf dieses Team. Und das habe ich meinen Spielern nach dem Schlusspfiff auch deutlich zu erkennen gegeben», sage Perkovac.

Dramatische Schlussphase

Kriens hatte die Wende hart zu erdauern. Albin Alili, welcher auf Perkovacs’ Gefahren-Prioritätenliste ganz oben rangiert gewesen war, spuckte den Kriensern immer wieder in die Suppe. Die hatten bis zehn Minuten vor Schluss zum 20:20 aufgeholt, ehe Alili mit zwei weiteren Toren zum 22:20 die Entscheidung herbeigeführt zu haben schien. HCK-Captain Tom Hofstetter, nach wie vor nicht in der Form seines Lebens, packte nun rustikal zu, zog dem ermüdeten Gegner mit einer Tordoublette definitiv den Zahn. «Amicitia war stehend k. o.», bilanzierte Perkovac, «das haben wir resolut ausgenützt.»

Es war, rechtzeitig zur Chilbizeit in unserer Region, eine ausgesprochene Berg-und-Tal-Fahrt der Krienser. Goalie Willimann hatte eine lange Anlaufzeit, wurde immer besser und am Schluss ausgesprochen stark, Lengacher vertrat den verletzten Topskorer Blättler exzellent, Engler im rechten Rückraum und Ramseier auf seiner Flügelflanke hofierten mit feinen Toren. «Das genau will ich in Zukunft sehen», resümierte Perkovac. Und: «Wenn es uns gelingt, locker und befreit aufzuspielen, die Freude am schönen wie zweckdienlichen Handball zu entdecken – dann sind wir eine gute Mannschaft.»

Den Beweis kann der HC Kriens-Luzern am nächsten Samstag gegen den RTV Basel antreten: «Wir werden auch diese Begegnung zu gewinnen haben – und dann sind wir auf einem guten Herbstkurs», atmete der Trainer auf.

GC Amicitia – Kriens-Luzern 22:24 (13:8)

250 Zuschauer. – SR Abalo/Maurer. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia Zürich, 4-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern.

GC Amicitia Zürich: Ineichen (12 Paraden); Frietsch, Pospisil (1), Kasapidis (1), Leitner (2), Koller (3), Heyme (1), Muggli (2), Dannmeyer (2), Klampt (1), Knecht, Brücker, Alili (7), Sartisson (2).

Kriens-Luzern: Willimann (11 Paraden); Lengacher (5), Blättler, Engler (4), Spengler (4), Vögtli, Gavranovic (1), Oertli (1), Lauber, Ramseier (6/1), Radovanovic, Gnos, Delchiappo (1), Hofstetter (2).

Bemerkung: Verhältnis verschossene Penaltys 0:1.

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