Kriens: Willimann wie eine Wand

Der HC Kriens-Luzern landete wie versprochen den Pflichtsieg, wies Basel mit 23:21 (9:9) in die Schranken. Aber ­richtig Freude und Spass kam nie auf.

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(rbu) «Das Niveau ist nichts als schwach», polterte Nick Christen zur Pause; und wenn der Krienser CEO sonst eher als Schönredner der Handballkunst seiner Leute bekannt ist – dann sagt das alles.

Es war dürftige Handballkost an diesem Abend, Tristesse, Unbeholfenheit auf beiden Seiten. Einen kümmerte das alles nichts: Goalie-Oldie André Willimann riss sich am Riemen, lieferte eine höchst überdurchschnittliche Leistung ab: Am Schluss wies sein Statistikblatt 49 Abwehrprozente auf – «damit darf ich zufrieden sein», meinte der Matchwinner bescheiden, um indes darauf hinzuweisen: «Wir haben heute kein gutes Spiel gezeigt.»

Ohne Willimanns überragende Darbietung hätte Kriens den Sieg kaum unter Dach und Fach gebracht – auch gegen einen Widersacher, der punkto Effizienz und Spielwitz noch einmal eine Stufe schlechter war. In den Offensivbemühungen liessen Lengacher, Harbuz mit hoffnungsvollen Ansätzen und – in einigen Sequenzen – Jungspund Oertli den Willen zu mehr erkennen. Sonst: Dürftigkeit.

NLA. Abstiegsrunde. 8. Runde: HC Kriens-Luzern – RTV Basel 23:21 (9:9)

Rangliste: 1. Kriens-Luzern 22/27 (616:610). 2. RTV Basel 22/12 (555:659). 3. Fortitudo Gossau 21/10 (554:644). 4. GC Amicitia Zürich 21/9 (558:612).

Kriens-Luzern – RTV Basel 23:21 (9:9)

150 Zuschauer. – SR Buache/Meyer.
Strafen: 6-mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Gavranovic) gegen Kriens-Luzern, 4-mal 2 Minuten gegen RTV Basel.

Kriens-Luzern: Willimann; Lengacher (4/1), Harbuz (4/1), Blättler (1/1), Spengler (3), Gavranovic, Oertli (4), Ramseier (3), Radovanovic (1), Delchiappo, Hofstetter (3).

RTV Basel: Pfister (Wipf); Hylken (1), Langhein, Berger (5), Stamenov (2), Ebi (4), Jurjevic (2/2), Basler (1), Kozina (3), Jurca, Buob (1), Attenhofer (1), Krause (1).

Bemerkungen: Kriens verschiesst einen, RTV Basel zwei Siebenmeter.