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HC Kriens-Luzern kämpft glücklos

Kriens-Luzern verliert das Heimspiel gegen den BSV Bern mit 27:30 und steht nach zwei NLA-Runden mit null Punkten da. Aus der Kabine dringt nach Spielschluss trotzdem Applaus.
Stephan Santschi
Wurfversuch des Kriens-Spielers Amin Yousefinezhad. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

Wurfversuch des Kriens-Spielers Amin Yousefinezhad. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

Und plötzlich ist er greifbar, der Punktgewinn. Unverhofft eigentlich, weil die Krienser dieses Spiel doch schon verloren hatten, als sie nach 47 Minuten mit 20:27 im Rückstand waren. Wille, Kampfgeist und Emotionen brachten sie aber zurück ins Spiel, 90 Sekunden vor Schluss lautete das Skore nur noch 27:29. Ein weiterer Gegenstoss gelangte in die Hände von Gino Delchiappo, doch der Kreisläufer scheiterte aus nächster Nähe am Fuss des Goalies. Kurz darauf war die Partie zu Ende, der Gast aus Bern siegte 30:27. «Wir hätten nicht verlieren müssen», sagte Goran Perkovac, der Trainer. «Wir hatten das Spiel in unseren Händen», fand Adrian Blättler.

Ohne ihn, den blitzschnellen und technisch versierten Flügelspieler, wäre der HCK aber chancenlos gewesen. 12 Tore hatte er am Ende auf seinem Konto, dazu zählten die ersten fünf Treffer seines Teams. Damit war er massgeblich beteiligt am starken Auftakt der Gastgeber, ihnen gehörte die Startviertelstunde, in der sie mehrmals mit zwei Toren in Front lagen.

Schoss fünf Treffer: Flip Gavranovic. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

Schoss fünf Treffer: Flip Gavranovic. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

Kein Mittel gegen Berns Rückraumschützen

Dann aber kam es zum Bruch, weil die Abwehr und die Goalies der Wucht der Berner Rückraumspieler Matthias Gerlich und Jakub Szymanski nicht gewachsen waren. Und weil im Angriff die eigenen Rückraumspieler den Weg zum gegnerischen Gehäuse nicht fanden. Über zehn Minuten blieben die Krienser ohne Torerfolg, was ihnen bis zur Pause einen 12:17-Rückstand einhandelte. Hinten und vorne machten sich jene Abstimmungsprobleme bemerkbar, die Perkovac schon vor der Saison ansprach, als er mit Blick auf die personellen Mutationen darauf hinwies, dass sie Zeit bräuchten, um die Automatismen zu entwickeln.

Gibt Anweisungen von der Seitenlinie: HCK-Trainer Goran Perkovac. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

Gibt Anweisungen von der Seitenlinie: HCK-Trainer Goran Perkovac. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

Abstimmungsprobleme, die sich gegen ein eingespielteres Bern auch nach dem Seitenwechsel vorderhand nicht ausradieren liessen. Der Wechsel zur 3:2:1-Defensive zeigte vorerst keine Wirkung, der Rückstand wuchs auf besagtes 20:27. Dann aber besann sich das Team eines Besseren und lancierte jene Phase, die nach Spielschluss trotz der Niederlage zu einem Applaus führte, nachdem Trainer Perkovac in der Kabine sein Schlussplädoyer beendet hatte. «Wir waren um einiges besser als am letzten Samstag», meinte Perkovac und bezog sich auf die 24:30-Niederlage gegen St. Gallen an selber Stelle. «Wir zeigten Stimmung, Kampf, und auch die Zuschauer haben uns nie aufgegeben.»

Gegen den BSV Bern glücklos: HCK-Spieler Aleksander Radovanovic. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

Gegen den BSV Bern glücklos: HCK-Spieler Aleksander Radovanovic. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

3:0 in personeller Unterzahl!

Die Aufholjagd eingeläutet hatte eine im Handball seltene Situation, als die Krienser eine Unterzahl mit 3:0-Toren gewannen. Nun liefen sie reihenweise jene Gegenstösse, die Perkovac vor dem Spiel gefordert hatte, und jetzt war mit Paul Bar auch ein Keeper auf der Höhe des Geschehens. Der HCK bäumte sich auf, hatte in Tom Hofstetter einen umsichtigen Regisseur, der sich bereits gut mit dem neuen Kreisläufer Filip Gavranovic versteht, doch am Ende fehlten dem HCK das Wettkampfglück und die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, um die Wende perfekt zu machen. «Schade, das enttäuscht mich sehr», hielt Perkovac fest. «Die Moral des Teams aber macht mich stolz.»

Kriens-Luzern – Bern 27:30 (12:17)

350 Zuschauer. – SR Boskoski/Stalder.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Kriens- Luzern inkl. rote Karte gegen Gavranovic (54.), 4mal 2 Minuten gegen BSV Bern.

Kriens-LU: Bar/Willimann; Lengacher, Blättler (12/4), Engler (1), Spengler (4), Vögtli (3), Gavranovic (5), Yousefinezhad (1), Ramseier (1), Radovanovic, Delchiappo, Hofstetter.

BSV Bern: Milosevic, Tatar; Heer (1), Baumgartner (2), Getzmann (1), Striffeler (1), Kusio, Pereira (2), Gerlich (10), Strahm (3), Szymanski (4), Rohr, Mühlemann (6).

Rangliste

NLA: Wacker Thun – RTV Basel 36:23 (15:15). Kriens-Luzern – BSV Bern 27:30.

Rangliste: 1. Wacker Thun 5. 2. St. Otmar St. Gallen 4. 3. BSV Bern 3. 4. RTV Basel 3. 5. Kadetten Schaffhausen 2. 6. Suhr Aarau 2. 7. Gossau 1. 8. Pfadi Winterthur 0. 9. GC Amicitia Zürich 0. 10. Kriens-Luzern 0.

HCK-Spieler Thomas Hofstetter versucht sich gegen zwei Spieler von BSV Bern durchzusetzen. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

HCK-Spieler Thomas Hofstetter versucht sich gegen zwei Spieler von BSV Bern durchzusetzen. Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 12. September 2018)

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