KREUZLINGEN.: Schlecht gespielt, aber trotzdem gewonnen

Der FC Kreuzlingen besiegt den FC Winkeln mit 3:2. Trotz einer mässigen Leistung können die Thurgauer die Partie in den letzten fünf Spielminuten noch drehen.

Nadja Müller
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Fabian Wilhelmsen vom FC Kreuzlingen (grün-weiss) im Kopfballduell beim Heimspiel gegen den FC Winkeln. (Bild: Mario Gaccioli)

Fabian Wilhelmsen vom FC Kreuzlingen (grün-weiss) im Kopfballduell beim Heimspiel gegen den FC Winkeln. (Bild: Mario Gaccioli)

KREUZLINGEN. Beim 2.-Liga-inter-Spiel gegen den FC Winkeln sind die Kreuzlinger nochmals mit einem blauen Auge davongekommen. Was die Platzherren während 80 Minuten ablieferten, war enttäuschend. Vor allem auch die Leistung des zuvor so hochgelobten neuen Stürmers Andi Qerfozi. Bei seinem ersten Auftritt auf heimischem Boden präsentierte er sich nicht von seiner besten Seite. Zwar sorgte er, nach einer herrlichen Vorlage von Mido Arifagic, für den ersten Treffer der Partie, aber ansonsten tat Qerfozi nicht viel fürs Spiel. Nach einer gelb-roten Karte musste sich der Stürmer in der 78. Minute dann vorzeitig unter die Dusche verabschieden. Kurioserweise spielten die Kreuzlinger daraufhin in Unterzahl besser als die ganze Partie zuvor.

Winkeln spielt mit Herzblut und Engagement

Winkeln erwies sich als sehr hartnäckiger Gegner. Mit viel Herzblut und Engagement setzten die St. Galler die Gastgeber kräftig unter Druck. Auch nachdem sie in Rückstand gerieten, setzten die Gäste ihr schnelles Spiel fort. Die Thurgauer hingegen standen viel zu passiv auf dem Platz. Laufend wurde der Ball in den eigenen Reihen lieber zurückgespielt als nach vorne. Dieses Spielverhalten rächte sich kurz vor der Pause, als Roger Kobler den Anschlusstreffer für die Gäste erzielte. Nach dem Tee ging es in ähnlicher Manier weiter. Als die St. Galler in der 65. Minute in Führung gingen, schien die Sache für den FC Kreuzlingen gelaufen zu sein. Und dann flog ja auch noch Qerfozi vom Platz. Was für eine dramatische Schlussphase noch folgen würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand. Während sich die Gäste-Anhänger schon langsam auf einen Sieg ihrer Mannschaft einstellten, herrschte bei der Kreuzlinger Gefolgschaft schon Aufbruchstimmung. Dann kam die 88. Minute: Fabian Wilhelmsen stocherte das Leder noch irgendwie in den St. Galler Kasten – Ausgleich. Nur wenig später ging es auf der anderen Seite zur Sache. Aber der Kreuzlinger Keeper konnte die erneute Führung der Gäste verhindern. Damit nicht genug, schoss Ludovic Mathys Sekunden vor dem Schlusspfiff die Kreuzlinger ins Glück.