Kreuzlingen erreicht Ausgleich nach zwei Matches

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Wasserball Zum Auftakt der Halbfinal-Playoffs der NLA empfing der SC Kreuzligen am Donnerstag den Rekordmeister aus Horgen. Spät musste man sich geschlagen geben, doch zwei Tage später erfolgte am Zürichsee der grossartige Ausgleich.

Vor Playoff-Start sorgte allerdings der Bruch des Gentlemen Agreements seitens der Horgner, den alle NLA-Vereine 2010 vereinbart hatten, für Empörung. Dieser sah vor, dass nach Mai keine Spieler mehr transferiert werden dürften. Da Horgen jedoch seinen Legionär Maric vor den Playoffs verletzungsbedingt verlor, brach man die Vereinbarung und verstärkte das Team mit dem Genfer Porobic, der in der Partie vom Donnerstag eine zentrale Rolle spielte.

Verheerender Ausgleich erfolgte in letzter Sekunde

Von Anfang an bestimmte ein stetiger Schlagabtausch den gesamten Match, doch Horgen behielt in der ersten Hälfte die Oberhand. Gleichwohl verteidigten die Gastgeber gut, wodurch Kreuzlingen nur mit 4:6 zur Halbzeit zurücklag.

Danach übernahm Kreuzlingen die Spielführung. Zu Beginn des letzten Viertels erfolgte der Ausgleich zum 7:7, und gut zwei Minuten vor Abpfiff erzwang man das 10:8. In der letzten Minute verschwand allerdings die Kreuzlinger Konzentration schlagartig. Nachdem der Horgner Porobic eine Kreuzlinger Unterzahl zum 10:9 nutzte, netzte Porobic fünf Sekunden vor Abpfiff ein.

So kam es zum Penaltyschiessen – Kreuzlingens letztjährige Schwäche. Der SCK scheiterte beim vierten Schuss, Horgen blieb bei der Kreuzlinger 13:15-Niederlage treffsicher.

Hart verdienter Sieg für Kreuzlingen

Am Samstag ging dafür Redders Strategie nahezu komplett auf. Goalie Henzi parierte stark, konditionell war man überlegen und Petrovic neutralisierte Porobic.

Ein unerklärlicher definitiver Ausschluss nach nur zwölf Sekunden und insgesamt vierzehn Unterzahlsituationen musste von Kreuzlingen hingenommen werden. Die Defensive der Gäste war allerdings so kompakt, dass Horgen daraus nur zwei Tore machte. Während das erste Viertel nur mit 2:2 endete, überrollte man die Gastgeber nach sechzehn weiteren Minuten zum 10:4. Im letzten Viertel verlor der SCK frühzeitig drei Spieler, dennoch war der 11:7-Sieg in Horgen ungefährdet.

Kreuzlingen wird leicht favorisiert

Nach zwei Begegnungen in der Best-of-five-Serie bleibt es zwischen Horgen und dem SCK ausgeglichen.

Am kommenden Dienstag können die Kreuzlinger im eigenen Hörnli zum 2:1 vorlegen. Eine Niederlage würde jedoch das Team von Redder enorm unter Druck setzen. Dann hätte Horgen in der vierten Partie einen Matchball, wodurch Kreuzlingen diesen vor gegnerischem Publikum abwehren müsste. Dennoch hat der SCK auswärts sein wahres Potenzial offenbart.

Vor diesem Hintergrund kann man einen Gewinn am Dienstag im Kreuzlinger Bad durchaus erwarten.(mf)