Kreuzlingen bezwingt den Leader

HANDBALL. In der zweithöchsten Liga bleiben die Frauen des HSC Kreuzlingen erfolgreich. Sie fügen dem zuvor verlustpunktelosen Leader Brühl St.Gallen II mit einem hochverdienten 25:20-Heimsieg die erste Saisonniederlage zu.

Markus Rutishauser
Drucken
Teilen
Irena Singer-Duhanaj vom HSC Kreuzlingen bei einem Sprungwurf. (Bild: Mario Gaccioli)

Irena Singer-Duhanaj vom HSC Kreuzlingen bei einem Sprungwurf. (Bild: Mario Gaccioli)

Die SPL2-Mannschaft von Cheftrainer Gabor Fülöp und Co-Trainer Ronald Graf baut mit dem Sieg gegen Brühl ihre beeindruckende Serie auf 11:1 Punkte aus sechs Partien aus. Nach der ersten Qualifikationsrunde belegt der HSC Kreuzlingen den zweiten Tabellenplatz und liegt nur noch einen Punkt hinter Leader Brühl zurück. Am Samstag um 16 Uhr gastiert der HSCK bereits zum zweiten Mal beim TV Uster. Mit den siebtklassierten Zürcherinnen haben die Thurgauerinnen noch eine Rechnung zu begleichen, kassierten sie doch beim knappen 20:22 in der Startrunde ihre bis dato einzige Saisonniederlage.

Grundstein in der Abwehr gelegt

Die Kreuzlingerinnen haben den Leader aus St. Gallen primär dank einer ganz starken Abwehrleistung bezwungen. Die schnellen Brühlerinnen konnten sich eigentlich nur dann erfolgreich in Szene setzen, wenn sie ihre Schnelligkeit bei Gegenstössen ausspielen konnten. Aber allzu oft tat ihnen der HSCK diesen Gefallen nicht. Im Gegenteil: Es war von Beginn an das hochmotivierte Heimteam, welches die Tonalität in diesem Spitzenkampf bestimmte. Dank der starken Torfrau Nadine Stein und der spielerischen Klasse von Martina Strmsek setzte sich der HSCK früh auf 8:3 (19.) ab. Selbst der verletzungsbedingte Ausfall von Strmsek nach rund 20 Minuten warf die Gastgeberinnen nicht aus der Bahn. Brühl fand nie ein Mittel, um die kompakte Kreuzlinger Defensive über eine längere Phase aus dem Konzept zu bringen.

Vorsprung weiter ausgebaut

Nach der 12:9-Pausenführung stellte die Fülöp-Truppe gleich nach dem Wiederanpfiff die Weichen auf Sieg, indem sie ihren Vorsprung kontinuierlich bis auf 19:11 (44.) ausbaute. Mit viel Kampfgeist und toller Moral versuchten die jungen Brühlerinnen zwar den Rückstand nochmals abzutragen, was aber nicht nachhaltig gelang. Näher als bis auf drei Treffer konnten sie nicht mehr aufschliessen. Sara Bailons Treffer in numerischer Unterzahl zum 23:19 in der 57. Minute brach den Widerstand des Leaders endgültig. An der ersten Saisonniederlage der Olmastädterinnen konnte auch Liga-Topskorerin Stefanie Albrecht trotz ihrer neun Treffer und makelloser Penaltybilanz (5 von 5) nichts ändern. Bei Kreuzlingen erzielten nicht weniger als acht Spielerinnen mindestens drei Tore, was ihre Ausgeglichenheit im Angriff aufzeigt.