Kreuzlingen an Tabellenspitze

Der HSC Kreuzlingen hat das 1.-Liga-Derby gegen den HC Romanshorn klar gewonnen. Dank des 37:28 (19:9)-Heimsieges kehrt das Team von Andy Dittert wieder an die Tabellenspitze zurück.

Markus Rutishauser
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Kreuzlingen (rot) hielt Romanshorn ganz schön fest und kletterte so an die Tabellenspitze. (Bild: Mario Gaccioli)

Kreuzlingen (rot) hielt Romanshorn ganz schön fest und kletterte so an die Tabellenspitze. (Bild: Mario Gaccioli)

HANDBALL. Die 265 Zuschauer in der Sporthalle Egelsee bekamen ein Bodensee-Derby zu sehen, dass schon nach einer Halbzeit entschieden war. Nach einer ausgeglichenen Startphase, in der die Gäste aus dem Oberthurgau zwischenzeitlich sogar in Führung lagen, nahm der HSCK-Express erstmals seit längerem wieder einmal so richtig Fahrt auf.

Orkan der Ostschweizer

Aus einer von Abwehrchef Marcel Briegmann ausgezeichnet dirigierten Defensive heraus setzten die Kreuzlinger zu einem bemerkenswerten Zwischenspurt an, der während einer numerischen Unterzahl begann. Zwei Gegentreffer in Überzahl hinterliessen tiefe Spuren im psychischen Korsett der Romanshorner. Der Anfangsschwung war nach dem 5:4 (10.) für die Einheimischen wie weggeblasen. Dafür entwickelte sich das Startlüftchen des NLB-Absteigers zu einem Orkan, der über das Selbstvertrauen der Oberthurgauer hinweg fegte.

Innerhalb von zehn Minuten schossen sich die Kreuzlinger unter gütiger Mithilfe des fehleranfälligen Gegners und zahlreichen Paraden des gewohnt starken Torhüters Patrick Glatt einen wegweisenden Elftorevorsprung heraus. Erst die individuelle Klasse des Romanshorner Topskorers Petar Roganovic bremste den HSCK-Express kurz vor der Pause wieder etwas aus.

Unerreichbare Überraschung

Mit dem 19:9-Vorsprung im Rücken gingen es die Kreuzlinger zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas lockerer an. Insbesondere die Verteidigung arbeitete die Romanshorner Angriffe nicht mehr so konsequent ab wie noch vor dem Seitenwechsel und war somit für den in der Pause eingewechselten jungen Keeper Beco Perazic keine allzu grosse Hilfe.

Die Entscheidung in diesem Derby war nach dem 30:17 durch den formstarken Istvan Fekete schon eine Viertelstunde vor Schluss definitiv gefallen. Die Oberthurgauer konnten in der Endphase zumindest noch etwas Resultatkosmetik betreiben und den Rückstand auf neun Treffer reduzieren. An der vierten Niederlage in Serie änderten die ansprechenden letzten zehn Minuten jedoch nichts mehr.