Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Krähenbühl triumphiert auf dem Ricken

Der Thurgauer Tobias Krähenbühl erkämpft sich in einem harten Schlussgang den ersten Thurgauer Sieg seit 2007 auf dem Ricken. In der letzten Minute kontert er einen Angriff des Appenzellers Martin Roth.
Pascal Schönenberger
Schwingfest auf dem Ricken: Im Schlussgang gewinnt Tobias Krähenbühl gegen den Herisauer Martin Roth © Urs Bucher/TAGBLATT

Schwingfest auf dem Ricken: Im Schlussgang gewinnt Tobias Krähenbühl gegen den Herisauer Martin Roth © Urs Bucher/TAGBLATT


Thurgauer Siege auf dem Ricken sind selten. Letztmals setzte sich vor elf Jahren mit Manuel Strupler der heutige Trainer der Thurgauer Schwinger durch. In diesem Jahr gehörten die Thurgauer aber aufgrund ihres derzeitigen Hochs zu den Favoriten, trotz der Abwesenheit ihres Leaders ­Samuel Giger. Der 30-jährige ­Tobias Krähenbühl aus Wetzikon TG erfüllte die Hoffnungen – und ist somit nach Enrico Matossi 1992 und Manuel Strupler 2007 der dritte Thurgauer Sieger am Traditionsfest auf der Wasserscheide zwischen dem Toggenburg und dem Linthgebiet. Der gelernte Zimmermann startete nicht optimal ins Fest. Im Anschwingen steckte er gegen Vorjahressieger Dominik Oertig eine Niederlage ein. Krähenbühl liess sich davon nicht beeinflussen und gewann danach Gang um Gang. Ueli Hegner und Reto Landolt mussten sich noch vor dem Mittag das Sägemehl von Krähenbühl vom Rücken wischen lassen. Im vierten Gang zog ­Roman Schnurrenberger, der Schlussgangteilnehmer des Thurgauer Kantonalschwingfests, den Kürzeren. Im fünften Gang der Rapperswiler Hanspeter Kamer.

13 Schwinger mit Chance auf Schlussgang

In der Endausmarchung wartete dann der Herisauer Martin Roth. Beide Schwinger wussten, dass bei einem gestellten Schlussgang ein anderer Schwinger den Sieg erben könnte. So schenkten sich die beiden Schwinger nichts. Nach 9:30 Minuten besiegte Krähenbühl kurz vor Gangende den Appenzeller mit einem Gammen. Das Fest war von Anfang an sehr spannend gewesen. So war vor der Mittagspause noch kein Favorit bestimmbar. Auch nach dem vierten Gang war die Ausgangslage offen, und so hatten noch 13 Schwinger die Chance auf eine Schlussgangqualifikation. Weder der Eidgenosse Reto Nötzli noch Vorjahressieger ­Dominik Oertig und der starke Zürcher Samir Leuppi erzielten im fünften Gang ein Resultat und bremsten sich aus. So nutzten nur Roth und Krähenbühl die Gunst der Stunde und qualifizierten sich für den Schlussgang. Auch Vorjahressieger Dominik Oertig konnte sich nach einem Zehn-Punkte-Sieg im sechsten Gang noch Hoffnung auf den Festsieg machen – ihm hätte es bei einem gestellten Schlussgang zum Sieg gereicht. Nebst Krähenbühl zeigte auch ein anderer Thurgauer eine starke Leistung. Der 44-jährige Stefan Burkhalter platzierte sich mit vier Siegen und zwei ­gestellten Gängen im dritten Schlussrang. Bei dem heissen Sommerwetter und in diesem hohen Schwingeralter ist dies eine bemerkenswerte Leistung. Dank seiner angriffigen Schwingart kann er immer noch mit der Spitze mithalten. Der Turnerschwinger aus Homburg steht bereits am kommenden Wochenende in Schaffhausen wieder im Einsatz, bevor er beim Saisonhöhepunkt auf der Schwägalp angreift.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.