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KRÄFTEMESSEN: Der Mann der kleinen Schritte

Am Appenzeller Kantonalschwingfest morgen in Teufen versuchen die Einheimischen die Gäste um den formstarken Thurgauer Samuel Giger in Schach zu halten. Einer der Hoffnungsträger ist Martin Hersche.
Ives Bruggmann
Am Nordostschweizer Schwingfest in Davos wehrte sich Martin Hersche erfolgreich gegen die Angriffe von Armon Orlik. (Bild: Eddy Risch/KEY)

Am Nordostschweizer Schwingfest in Davos wehrte sich Martin Hersche erfolgreich gegen die Angriffe von Armon Orlik. (Bild: Eddy Risch/KEY)

Ives Bruggmann

95 Kilogramm, verteilt auf 1,90 Meter Körpergrösse. Der Appenzeller Martin Hersche ist weder der grösste noch der schwerste Schwinger, der morgen am Appenzeller Kantonalen in Teufen teilnimmt. Doch in einer Hinsicht, da ist sich Kuno Sutter, Technischer Leiter der Appenzeller, sicher, ist sein Athlet der Beste. «Ich bin davon überzeugt, dass Martin die grösste Ausdauer im ganzen Nordostschweizer Teilverband hat.» Im Allgemeinen sei dessen körperliche Verfassung 1 A. Und auch in technischer Hinsicht müsse sich Hersche vor niemandem verstecken.

Diese Stärken haben dem 27-jährigen Zimmermann aus Appenzell in seiner Laufbahn 28 Kränze eingebracht. Den Höhepunkt stellt eindeutig der eidgenössische Kranz im vergangenen Jahr in Estavayer dar. Was fehlt, ist einzig ein Kranzfestsieg. Will Hersche diese Lücke im Palmarès gleich am eigenen Kantonalfest schliessen? «Ich nehme mir, was den Rang anbelangt, nie etwas vor», sagt er bescheiden. «Ich will einen möglichst guten Wettkampf abliefern und in jedem Gang das Maximum abrufen», fügt Hersche an. Seit er als Eidgenosse an den Schwingfesten antrete, habe sich nichts verändert. «Ausser in der Einteilung werde ich ein wenig härter angefasst.» Hersche sieht das aber als Anerkennung für seine Leistungen an.

Auf Zwyssig wartet die grösste Herausforderung

Mindestens viermal pro Woche trainiert Hersche, der sich selber als angriffigen und vielseitigen Schwinger bezeichnet. Und die Trainings im Schwingkeller und im Kraftraum zahlen sich aus, wenn man die bisherigen Resultate Hersches unter die Lupe nimmt. «Martin hat sich in den vielen Jahren, in denen er dabei ist, immer gesteigert», sagt Sutter, der davon überzeugt ist, dass sich Hersche noch weiterentwickeln kann. «Ich traue ihm einen Kranzfestsieg absolut zu.» Eine Schwachstelle macht der Technische Leiter jedoch bei Hersche aus. «Martin fehlt manchmal der Killerinstinkt. Er ist teilweise zu gutmütig.»

In Teufen gilt es sowohl für Hersche als auch für seine Appenzeller Mannschaftskameraden, die Gäste in Schach zu halten. «Wir haben eine gute Mannschaft. Aber am Ende muss jeder seinen Gang selber gewinnen», sagt Hersche, der zum Auftakt auf den Thurgauer Eidgenossen Beni Notz trifft. Der schwerste Brocken wartet wohl auf Raphael Zwyssig. Ihm steht im Anschwingen zunächst Samuel Giger gegenüber. Der 19-jährige Thurgauer mit Appenzeller Wurzeln kommt mit reichlich Selbstvertrauen in den Heimatkanton seines Vaters. Vor zwei Wochen hatte er das Nordostschweizer Teilverbandsfest in Davos für sich entschieden. Doch der routinierte Zwyssig bremste Giger in dieser Saison bereits einmal aus. Am Thurgauer Kantonalen brachte er den Lokalmatador mit einem Gestellten um die Schlussgangteilnahme. «Natürlich fliessen solche Ergebnisse in die Entscheidungsfindung für die Einteilung ein», sagt Sutter, der als Technischer Leiter auch die Paarungen verantwortet. Sutter sieht die Ausgangslage für die Appenzeller positiv. «Ich glaube daran, dass wir die Gäste im Griff haben werden.» Jedoch müsse dafür aber alles passen.

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