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Kontroverse um Schiedsrichter des Derbys

Zwei St. Galler Schiedsrichter leiteten am vergangenen Samstag das NLA-Derby zwischen St. Otmar und Gossau. Einer der beiden ist auf der St.-Otmar-Homepage als Juniorentrainer aufgeführt.

HANDBALL. Im Derby zwischen St. Otmar und Gossau löste für einmal nicht die Leistung der Schiedsrichter Diskussionen im Publikum aus. Vielmehr war es der Fakt, dass ausgerechnet Arthur Brunner und Morad Salah die NLA-Partie leiteten. Die beiden wohnen in St. Gallen, was eigentlich unproblematisch wäre. Brunner ist aber auf der Homepage von St. Otmar als Trainer der U15-Inter-Junioren aufgeführt. «Uns war von diesem Engagement bis anhin nichts bekannt. Brunner ist als Schiedsrichter des SV Fides gemeldet», sagt Markus Amstutz, Leiter der Schiedsrichter-Organisation des Verbandes.

Keine Partien des eigenen Clubs

Schiedsrichter dürfen grundsätzlich Spiele ihres eigenen Vereins nicht leiten – im Fall von Brunner also Fides. «Zudem achten wir darauf, dass unsere Unparteiischen keine Partien pfeifen, in denen Personen aus ihrer Familie oder dem nahen Umfeld auf dem Spielfeld stehen», so Amstutz. Der Schiedsrichterchef geht jedoch grundsätzlich davon aus, dass seine Spielleiter neutral auftreten – auch wenn sie Partien in der Region leiten, in der sie wohnen. So pfeifen Duos, die dem 1.-Liga-Club Steffisburg angehören, auch NLA-Spiele von Thun. «Dies, obwohl die Vereine eng zusammenarbeiten», so Amstutz. Wären solche Einteilungen nicht mehr möglich, würde der Verband laut dem Schiedsrichterchef massiv mehr Spielleiter benötigen, um den Ligabetrieb sicherzustellen.

Zusammenarbeit bei Junioren

Laut Amstutz habe ihm Schiedsrichter Brunner versichert, er pfeife für Fides, sei Mitglied bei Fides und trainiere die U15-Junioren. Fides arbeitet aber im Juniorenbereich mit St. Otmar zusammen und hat Brunners Mannschaft als Spielgemeinschaft gemeldet. Die Verantwortung für die Mannschaft liegt gemäss Handballverband bei Fides. Brunner gehört St. Otmar nicht an und ist berechtigt, die Spiele des Clubs zu leiten. Zudem ist der 34:27-Sieg von St. Otmar im Derby nicht wegen der Schiedsrichter zustande gekommen. (chk)

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