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KOMMENTAR: Wenn sich Fussballer wie kleine Kinder benehmen

Pierre-Emerick Aubameyang hat es geschafft: Der Stürmerstar aus Gabun hat sich so lange quergestellt, bis Borussia Dortmund einlenkte und ihn nach London ziehen liess. "Das darf nicht sein", schreibt Sportredaktor Daniel Good in seinem Kommentar.
Pierre-Emerick Aubameyang ist nicht der erste Spieler, der seinen Transfer erzwingt. (Bild: Getty)

Pierre-Emerick Aubameyang ist nicht der erste Spieler, der seinen Transfer erzwingt. (Bild: Getty)

Im Transfergeschäft sitzen die Spieler mit ihren Beratern an den längeren Hebeln. Zudem ist es sinnlos, wechselwillige Stars halten zu wollen. Wenn die Spieler unter Zwang im Club bleiben müssen, werden sie von Spiel zu Spiel schlechter. Der Transferwert nimmt rapide ab.

Dortmund blieb gar nichts anderes übrig, als Pierre-Emerick Aubameyang zu Arsenal ziehen zu lassen. Immerhin erhalten die Deutschen ein ansehnliches Schmerzensgeld. Aber provozierte Abgänge wie jener von Aubameyang werfen ein schlechtes Bild auf den Fussball. Verträge sind nicht einmal das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind. Höhere Instanzen wie die Fifa oder Uefa müssten eingreifen, um Abhilfe zu schaffen. Die Clubs untereinander schaffen das nie. Denn Aubameyang ist beileibe nicht der erste Star, der sich wie ein Kind benimmt, um zu mehr Geld zu kommen. Aber sehr wahrscheinlich handelte Aubameyang nur auf Druck seiner Berater. Sie sind die wahren Übeltäter.

Einer widersetzt sich den Gesetzmässigkeiten des professionellen Fussballs. Uli Hoeness, der Präsident von Bayern München: «Wir würden den Spieler fragen: Kannst du lesen, wie lange dein Vertrag läuft? Und dann wäre Ende der Diskussion.»

Bayern ist im Gegensatz zu Dortmund nicht börsenkotiert und kann einmal eine Offerte über 100 Millionen ablehnen. Geld regiert im Fussball nur fast alles. Zum Glück.

Daniel Good
daniel.good@tagblatt.ch

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