KOMMENTAR: Die Schweiz muss nun beweisen, dass sie über sich hinauswachsen kann

Nach der Niederlage gegen Portugal muss die Schweizer Nationalmannschaft in die Playoffs für die WM-Qualifikation. Und beweisen, dass sie sich in Entscheidungsspielen eben doch durchsetzen kann, schreibt Patricia Loher, Leiterin Sport, in ihrem Kommentar.

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Die mitgereisten Fans hatten am Dienstagabend in Lissabon nichts zu jubeln. (Bild: LAURENT GILLIERON (KEYSTONE))

Die mitgereisten Fans hatten am Dienstagabend in Lissabon nichts zu jubeln. (Bild: LAURENT GILLIERON (KEYSTONE))

Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft hat die direkte WM-Qualifikation verpasst. Das Team verlor das entscheidende Spiel in Portugal 0:2.

Die Nati muss nun in die Zusatzschlaufe Playoff – und dort beweisen, dass sie sich in entscheidenden Spielen eben doch durchsetzen kann.

Nach einer makellosen WM-Qualifikation mit neun Siegen aus neun Spielen hat der Europameister den Schweizern die Grenzen aufgezeigt. Die Niederlage ist ein Dämpfer. Aber die aussergewöhnlich starke Ausscheidungskampagne hat kaum etwas an Glanz verloren. Die Schweiz erhält im Playoff nun die letzte Chance, den Schritt nach Russland doch noch zu schaffen. In der Barrage wird ein nächster Brocken warten, es könnte Schweden, es könnte aber auch Irland sein.

Yann Sommer: 4,5. Rettet mehrmals überragend, etwa gegen Ronaldo (79.). Unglücklich beim ersten Gegentor. (Bild: Keystone)
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Stephan Lichtsteiner: 4. Fällt als Aggressivleader auf. Defensiv eigentlich stark, vergisst beim 0:2 Torschütze André Silva. (Bild: Keystone)
Johan Djourou: 3. Ist der Unsicherheitsfaktor in der Schweizer Mannschaft. Sieht bei beiden Gegentoren schlecht aus. (Bild: Keystone)
Fabian Schär: 5. Verhält sich sehr clever, gewinnt viele Zweikämpfe. Spielt auch mal gute Bälle in Richtung Offensive. (Bild: Keystone)
Ricardo Rodriguez: 3,5. Vertändelt oft den Ball und verteidigt schwach beim 0:2. Nach vorne mit guten Ansätzen. (Bild: Keystone)
Granit Xhaka: 4,5. Seine Passquote ist phänomenal, er ist der beruhigende Pol in der 1. Halbzeit. Nach vorne inexistent. (Bild: Keystone)
Remo Freuler: 3,5. Er ist ballsicher. Fällt aber durch zwei Handspiele auf, muss rotgefährdet ausgewechselt werden. (Bild: Keystone)
Xherdan Shaqiri: 3,5. Er verliert im Aufbau einige Bälle, hilft defensiv zu selten mit. Offensiv mit nur einem guten Versuch. (Bild: Keystone)
Blerim Dzemaili: 3. Ohne Aktion: Ihn sucht man bis zur 66. Minuten vergebens, ehe er ausgewechselt wird. (Bild: Keystone)
Admir Mehmedi: 3,5. Er rackert und hilft defensiv mit. Aber der Offensivspieler bringt nach vorne nichts zu Stande. (Bild: Keystone)
Haris Seferovic: 4. Der Benfica-Stürmer erhält in seinem Heimstadion kaum Bälle, hat nur eine Halbchance. Ist fleissig. (Bild: Keystone)
Denis Zakaria: 4. Kommt zur Pause ins Spiel. Bringt Wirbel ins Spiel, aber nur kurz. Gewinnt einige Zweikämpfe. (Bild: Keystone)
Steven Zuber: 4. In der 66. Minute kommt der Doppeltorschütze vom letzten Samstag. Er bleibt aber wirkungslos. (Bild: Keystone)
Breel Embolo: 4. Er zeigt zwar, dass er ballsicher ist, hat nach seiner Einwechslung aber wenig Einfluss. (Bild: Keystone)

Yann Sommer: 4,5. Rettet mehrmals überragend, etwa gegen Ronaldo (79.). Unglücklich beim ersten Gegentor. (Bild: Keystone)



Noch selten war eine Schweizer Generation so talentiert wie diese Mannschaft, sie hat den Europameister in der aktuellen Kampagne bis zum Schluss gefordert. Doch das grosse Ausrufezeichen, in einem sogenannten Finalspiel auch einmal ein Spitzenteam zu besiegen, ist bis anhin ausgeblieben. Es ist nun an der Zeit, dass die Schweizer die Bestätigung erbringen, auch in entscheidenden Partien über sich hinauswachsen zu können.

Patricia Loher

PERU (Bild: Keystone)
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