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KOMMENTAR: An Gegnern wird es "Sion 2026" nicht mangeln

"Die Gegnerschaft wird sich fragen, wo diese Bundes-Milliarde einzusparen sei", schreibt Richard Clavadetscher in seinem Kommentar zum Entscheid des Bundesrats, "Sion 2026" zu unterstützen.
Richard Clavadetscher
Bis zu einer Milliarde Franken würde der Bund in Form einer Defizitgarantie an die Olympischen Spiele 2026 beisteuern. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott/Archivbild) (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE))

Bis zu einer Milliarde Franken würde der Bund in Form einer Defizitgarantie an die Olympischen Spiele 2026 beisteuern. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott/Archivbild) (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE))

Es sind hehre Ziele, die die Organisatoren von Olympischen Winterspielen 2026 «im Herzen der Schweiz» erreichen wollen. Sie wollen zuerst einmal zeigen, dass die Reform-Agenda 2020 des IOC umsetzbar ist: überschaubares Budget, basierend auf bestehender Infrastruktur, nachhaltig, doping- und korruptionsfrei. Doch nicht nur das, die Projektanten wollen die Spiele darüber hinaus einbinden in einen «Masterplan Entwicklung Alpenraum, Energiestrategie 2050 und Gesundheit 2020». Die Winterspiele sollen nichts weniger sein als «Katalysator» für diese Projekte. Mit ihrem Projekt haben die Organisatoren nun auch den Bundesrat überzeugt.

Doch das genügt noch nicht. Zu erfolgreichen Olympischen Spielen gehört auch die Begeisterung an der Basis, also beim Volk. Die Organisatoren sind zuversichtlich, diese Begeisterung entfachen zu können. Ob dies aber gelingen wird in Zeiten, in denen bei den Finanzen eher Schmalhans Küchenmeister ist? Zweifel sind schon deshalb angebracht, weil die Gegnerschaft nun im Begriff ist, sich zu formieren, und fragen wird, wo denn diese Bundes-Milliarde einzusparen sei. Dass solche Gegnerschaft stimmungsmässig einiges erreichen kann, zeigte sich in der Vergangenheit nicht nur bei den Olympia-Vorhaben in Graubünden. Ebenso augenfällig war das spektakuläre Scheitern der Ostschweizer Expo-Pläne: Wo den Beträgen lediglich Regierung und Parlament zustimmen mussten, kam das Projekt durch. Wo sie dem Volk vorzulegen waren, fallierten sie. Kurt Tucholsky hätte sich bestätigt gefühlt: «Das Volk versteht das meiste falsch, aber es fühlt das meiste richtig.»

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