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KÖNIGSKLASSE: Monaco statt Meuselwitz

Der rasante Aufstieg von Emporkömmling Leipzig hat mit dem Champions-League-Début seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Eng verbunden mit dem Erfolg ist der Aufstieg Timo Werners.
Jörg Soldwisch, Emanuel Reinke (sid)

Jörg Soldwisch, Emanuel Reinke (SID)

Vor fünf Jahren spielte Rasenballsport Leipzig noch in der Regionalliga gegen Meuselwitz, heute feiert der Emporkömmling gegen den AS Monaco seine Premiere in der Champions League. Seinen unaufhaltsamen Aufstieg will der erst 2009 gegründete Club auch in der Königsklasse fortsetzen. Ein Fussballexperte traut den Leipzigern sogar den ganz grossen Coup zu.

«Leipzig ist für mich der Geheimfavorit auf den Champions-League-Titel», schrieb der frü­here Bundestrainer Berti Vogts in einer Kolumne. Mit seinem Überfallfussball werde der Vizemeister auch in der Königsklasse eine gute Rolle spielen: «Das sind ­einige grosse Vereine gar nicht mehr gewohnt. Das ist das Moderne, das ist Leipzig. Sie haben tolle Spieler.» Allen voran Timo Werner, der Vogts nicht nur «an den jungen Lionel Messi» erinnert.

Timo Werner auf der grossen Bühne

«Bei Uwe Seeler und Gerd Müller hat man immer gesagt: Die haben ein Näschen. Genau das hat Werner auch.» Der 21 Jahre alte Nationalstürmer dürfte sich mit starken Auftritten in der Champions League noch interessanter für internationale Topclubs machen. Schon jetzt soll Titelverteidiger Real Madrid erste Kontakte geknüpft haben. Die spanische Zeitung «AS» druckte den Angreifer gross auf ihrer Titelseite ab und schrieb: «Real nimmt Werner ins Visier.» Leipzig ­reagiert nach aussen gelassen auf die Gerüchte. «Wir spielen Champions League, wir bieten Timo damit die nächste Entwicklungsstufe», sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.

Das gilt auch für alle anderen Spieler. Denn nur zwei Kader haben weniger Champions-League-Erfahrung als der des Bundesligisten. Trainer Ralph Hasenhüttl hält das für einen Vorteil: «Wir wollen selbst die Erfahrungen sammeln. Da ist man wacher, da ist man scharf und fokussiert.»

Monaco wirkt angeschlagen

Das soll zum Auftakt Monaco zu spüren bekommen. Der französische Meister hat durch das Ausleihgeschäft von Kylian Mbappé und den Abgang anderer Leistungsträger, wie beispielsweise derjenige von Bernardo Silva, viel Qualität eingebüsst. Die Generalprobe setzte der Vorjahreshalb­finalist beim 0:4 gegen Favres Nizza in den Sand. Dabei verletzte sich zudem Thomas Lemar. Der französische Nationalspieler, für welchen Arsenal im Sommer 100 Millionen Euro geboten hatte, fällt gegen Leipzig aus.

Auf Seite der Deutschen hingegen kehren die zwei Schlüsselspieler Emil Forsberg und Naby Keita wohl rechtzeitig zurück ­ in die Startelf. Der Schwede ­Forsberg wurde zuletzt von einer Angina ausser Gefecht gesetzt, während sich Spielmacher Keita über Adduktorenprobleme beklagte.

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