Knacknüsse waren finanzieller Natur

An der Delegiertenversammlung des Thurgauer Kantonalschützenverbandes sagen die Stimmberechtigten Ja zum neuen Mitgliederbeitragssystem. Als Nachfolger von Konrad Edelmann wird der Illharter Urs Christen in den Vorstand gewählt.

Vreny Zaugg
Drucken
Teilen
Im Mittelpunkt standen die Wahl von Urs Christen (Mitte) in den Vorstand sowie die Vergabe der Ehrenmitgliedschaft an Konrad Edelmann (links) und Erwin Greminger (rechts). (Bild: Vreny Zaugg)

Im Mittelpunkt standen die Wahl von Urs Christen (Mitte) in den Vorstand sowie die Vergabe der Ehrenmitgliedschaft an Konrad Edelmann (links) und Erwin Greminger (rechts). (Bild: Vreny Zaugg)

schiessen. Die Schützen Wilen-Rickenbach boten den Thurgauer Schützen einen herzlichen Empfang. Militärdirektor Dr. Claudius Graf-Schelling betonte, dass der Thurgau an der Heimabgabe der Ordonnanzwaffe festhalte, forderte die Schützen aber auf, die Waffe so zu lagern, dass ein Missbrauch nicht möglich sei. Grossratspräsident Christian Lohr bezeichnete den Schiesssport als wertvolle Tradition und zeigte kein Verständnis für ein verschärftes Waffengesetz.

Keine Chance

Nach der Vereinspräsidentenkonferenz im Februar war der Kantonalvorstand zuversichtlich, dass das Traktandum «Mitgliederbeiträge» problemlos passieren würde. Doch der Präsident des kleinsten Thurgauer Vereins (Hörnli Au) hatte einen Antrag eingereicht, der langatmig diskutiert und schliesslich klar abgelehnt wurde. Von den 250 Delegierten stimmten nur gerade 13 für den Antrag Hörnli Au.

Schützenbatzen finanziert

Weitere Diskussionen löste der «Schützenbatzen» zur Bekämpfung der Volksinitiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» aus. Der Vorstand schlug den Delegierten vor, den Schützenbatzen für Aktiv-Schützen den Vereinen zu verrechnen; für den lizenzierten Nachwuchs sollte er aus dem Nachwuchsfonds finanziert werden. Die Stadtschützen Frauenfeld stellten einen Gegenantrag, der beinhaltete, den Schützenbatzen für alle Thurgauer Schützen von den Erträgen der Prämienkarten des Eidgenössischen Schützenfestes 2005 in Frauenfeld zu finanzieren. 113 Delegierte stimmten dem Antrag der Stadtschützen zu, deren 73 dem Antrag des Vorstands.

Die Stimmung im Saal lockerte sich wieder etwas, als Präsident Hubert Müller mitteilte, dass der Sponsoringvertrag mit Raiffeisen bis 2013 verlängert werden konnte. Der Hauptteil ist zweckgebunden für die Nachwuchsförderung bestimmt, ein weiterer, ansehnlicher Betrag soll für die vertiefte Zusammenarbeit in der Region eingesetzt werden.

Neue Ehrenmitglieder

Nebst erfolgreichen Schützen wurden auch Personen geehrt, welche sich während Jahren oder gar Jahrzehnten für das Schiesswesen eingesetzt hatten. So wurden der zurücktretende JS-Chef Konrad Edelmann und der Feldchef Erwin Greminger zu Ehrenmitgliedern ernannt. Mit der TKSV-Ehrenwappenscheibe wurde Roland Keller (Leiter Kontroll- und Schiesswesen) geehrt und die Verdienstmedaille des TKSV wurde an Markus Wyss übergeben. Während das Ressort Jungschützen mit Urs Christen neu besetzt werden konnte, tritt der neue Feldchef sein Amt 2010 an.

Aktuelle Nachrichten