Klotens Hoffnungen ruhen auf Schläpfer

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Trainerwechsel Kevin Schläpfer ist der neue starke Mann beim krisengeschüttelten NLA-Club Kloten. Der charismatische Baselbieter war der Wunschkandidat von Klotens Präsident Hans-Ulrich Lehmann. Der ehemalige Headcoach des EHC Biel hat das Anforderungsprofil vollends erfüllt und wurde mit einem Kontrakt bis Ende Saison 2019/2020 ausgestattet. «Mit seiner emotionalen Art und seiner Leidenschaft für den Eishockeysport wird er uns sicher weiterbringen», ist Lehmann überzeugt.

Für die Mehrkosten, die durch den Trainerwechsel entstanden sind, kommen vollumfänglich Sponsoren und Supportervereinigungen auf. Lehmann hat die Zürcher im Sommer 2016 vor dem Bankrott bewahrt und fährt seither einen strikten Sparkurs. Er hatte in jüngster Vergangenheit gar angekündigt, die kommende Saison ohne Ausländer spielen zu wollen. Diese Absicht dürfte wohl kaum mit den Interessen des 47-jährigen Neu-Trainers übereinkommen.

Der Trainer auch in der Sportkommission

Schläpfer wird ab heute die Geschicke bei den Zürcher Unterländern leiten. Neben seiner Rolle als Headcoach nimmt er auch eine wichtige Funktion in der Sportkommission ein. Eine Aufgabe, die bis vor neun Tagen Sportchef Pascal Müller inne hatte. Derweil kehrt das Interimsduo Nikals Gällstedt/André Rötheli wieder auf die angestammte Position zurück; Rötheli als Junioren-Coach und der Schwede Gällstedt als Assistent von Schläpfer, der einen ähnlichen Aufwärtstrend wie einst in Biel, wo er von den Fans als «Hockey-Gott» verehrt wurde, herbeiführen soll. Bis zur Nationalmannschaftspause bestreitet er mit Kloten noch drei Spiele. (sda)