Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

KLASSIKER: Das Warten hat ein Ende

Olympiasieger Greg van Avermaet wird seiner Favoritenrolle gerecht. Der Belgier gewinnt mit Paris–Roubaix zum ersten Mal eines der fünf Monumente.
Greg van Avermaet fährt über einen der berühmten Kopfsteinpflaster-Sektoren von Paris–Roubaix. (Bild: Bernard Papon/EPA)

Greg van Avermaet fährt über einen der berühmten Kopfsteinpflaster-Sektoren von Paris–Roubaix. (Bild: Bernard Papon/EPA)

Nach 257 km setzte sich der 31-jährige Greg van Avermaet aus der US-schweizerischen BMC-Equipe, in der mit Stefan Küng und Martin Elmiger auch zwei Schweizer steckten, auf der offenen Rennbahn in Roubaix vor dem Tschechen Zdenek Stybar und dem Niederländer Sebastian Langeveld erfolgreich durch.

Die Woche zuvor an der Flandern-Rundfahrt hatte sich Greg van Avermaet hinter seinem Landsmann Philippe Gilbert noch mit dem zweiten Platz begnügen müssen, doch in Roubaix errang er endlich seinen ersten Sieg in einem der Monumente, einem der jährlich fünf grossen Eintagesrennen. Belohnt wurde dies wie üblich mit einem Pflasterstein, der aussergewöhnlichen Siegtrophäe für einen ausser­gewöhnlichen Anlass. Seit van Avermaet im vergangenen Jahr in Rio de Janeiro Olympiasieger auf der Strasse geworden war, fährt er stärker denn je. «Mit jedem Sieg wächst das Vertrauen, das hat einen Schneeball-Effekt», sagt er dazu. Acht der letzten elf von ihm bestrittenen World-Tour-Rennen beendete er auf dem Podium, dabei resultierten fünf Siege und drei zweite Plätze.

Trotz Sturz am Ende an der Spitze

Am gestrigen Sonntag schien es indes, als würde van Avermaet erneut seinen ersten Sieg in einem der grossen Klassiker verpassen. Siebenmal schon war er in einem der Monumente in den Top 5 klassiert, aber nie hatte es ihm ganz nach vorne gereicht. Gut 100 km vor dem Ziel war der Belgier in einem der 29 Pavé-Abschnitte in einen Sturz mehrerer Fahrer involviert, der ihn zu einem Wechsel seines Velos zwang. Dabei büsste er rund eine Minute ein. Mit Hilfe seiner Mannschaftskollegen gelang es jedoch, die entstandene Lücke wieder zu schliessen, 20 km später war van Avermaet wieder in der Gruppe der Favoriten vertreten. Nun aber ging Weltmeister Peter Sagan in die Offensive. 75 km vor dem Ziel kam er zusammen mit seinem polnischen Teamkollegen Maciej Bodnar, dem Belgier Jasper Stuyven und dem Italiener Daniel Oss, einem Teamkollegen von van Avermaet weg. Ein erster Defekt von Sagan spielte da van Avermaet ein erstes Mal in die Karten. Gut 30 km vor dem Ziel wurde der Slowake gar ein zweites Mal durch einen Reifenschaden zurückgebunden, womit er im Kampf um den Sieg endgültig geschlagen war. Van Avermaet dagegen fand letztlich in einer sieben Fahrer umfassenden Spitzengruppe Unterschlupf, in welcher Teamkollege Oss lange das Tempo bestimmte. Im Fünfsterne-Sektor Carrefour de l’Arbre, einem besonders schwierigen Kopfsteinpflaster-Abschnitt 17 km vor dem Ziel, konnten schliesslich nur noch Stybar und Langeveld mit van Avermaet mithalten. Zu dritt bogen sie auf die Rennbahn in Roubaix ein. Dort lieferte sich das Trio ein taktisches Geplänkel, weshalb zwei der zuvor abgehängten Fahrer wieder herankamen. Doch im Spurt war van Avermaet der klar Stärkste, Stybar blieb nur der zweite Platz.

Tom Boonen glücklos ohne Rekord

Kein Glück war Van Avermaets Landsmann Tom Boonen in seinem letzten Rennen beschieden. Der 36-Jährige war angetreten, Paris–Roubaix zum fünften Mal zu gewinnen und damit alleiniger Rekordsieger zu werden. Als 13. erreichte Boonen eine weitere ehrenvolle Klassierung, als van Avermaet den entscheidenden Vorstoss lancierte, war er nicht präsent. Mit Reto Hollenstein (48.) und Gregory Rast (62.) erreichten nur zwei der vier gestarteten Schweizer das Ziel. Elmiger und Küng gaben das Rennen auf, gehörten als Teamkollegen des Siegers aber dennoch zu den Gewinnern des Tages. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.