Klarer Sieg trotz Problemen

Volley Amriswil besiegt ein aufopfernd kämpfendes Luzern dank eines überragenden Sébastien Steigmeier mit 3:0. Im zweiten und dritten Satz haben sich die Amriswiler allerdings schwergetan.

Bernhard Windler
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Volley Amriswils Thomas Brändli bei einem Smash. (Bild: Mario Gaccioli)

Volley Amriswils Thomas Brändli bei einem Smash. (Bild: Mario Gaccioli)

VOLLEYBALL. Vor 350 Zuschauern im Tellenfeld startete Volley Amriswil am Mittwochabend ruhig und abgeklärt ins erste NLA-Meisterschaftsspiel im neuen Jahr. Beim Aufschlag weitgehend fehlerfrei, in der Annahme einigermassen stabil und im Angriff überzeugend – so kann der erste Satz zusammengefasst werden. Das 25:17 im ersten Satz gegen Luzern widerspiegelt die gezeigten Leistungen treffend.

Anderes Spiel im zweiten Satz

Der zweite Satz hatte kaum begonnen, als die Einheimischen auch schon 4:10 im Rückstand lagen. Der Ex-Amriswiler Noah Eichenberger, auffälligster Spieler im Kader der Luzerner, glänzte mit einer Serie von harten Aufschlägen. Dank einem nahezu fehlerfreien Sébastien Steigmeier und den sehr effizient und abgeklärt wirkenden Mittel-Angreifern Brändli und Ljubicic, kämpfte sich Amriswil langsam heran. Nach dem 16:16 konnte sich kein Team mehr entscheidend absetzen. Bei 23:24 kam Luzern gar zu einem Satzball, doch drei Punkte später hatte Amriswil den Satz doch noch für sich entschieden.

Time-out zeigt Wirkung

Der Start in den dritten Satz folgte exakt dem Drehbuch des zweiten Durchgangs. Beim Stand von 5:10 sah sich Coach Pavlicevic genötigt, ein Time-out zu nehmen. Dies wirkte, denn beim zweiten technischen Time-out lagen die Thurgauer erstmals in Führung. In dieser Phase glänzte vor allem Steigmeier. Nach dem achten Punkt in Folge bei seinem Aufschlag führte Amriswil mit 18:15. Doch Luzern gab sich nicht geschlagen. Beim Stand von 24:24 schnupperten die Innerschweizer nochmals am Satzgewinn. Doch der Matchball zum 26:24 erlöste dann alle.

Dass es der mutmasslich schwächsten Mannschaft der Nationalliga A gelang, das selbsternannte Spitzenteam Amriswil derart in Schwierigkeiten zu bringen, muss den Betreuern zu denken geben. Die Service-Annahmen waren derart schwach, dass langjährige Matchbesucher nur noch den Kopf schüttelten. Klar, mit Fellay konnte der beste Annahmespieler aus Verletzungsgründen nicht mittun. Und ebenso klar: Wenn spätestens in zehn Tagen der Stammlibero Marko Samardzic nach langer Verletzungspause sein erstes Spiel machen kann, wird das die Annahme etwas stabilisieren. Aber dennoch: Die Abwehrleistungen verheissen für die nächsten Spiele nichts Gutes.

Die nächsten Spiele

Im nächsten Spiel trifft Volley Amriswil morgen auswärts auf Einsiedeln, das sich in dieser Meisterschaft erstaunlich gut schlägt und grösste Chancen aufs Erreichen der Pre-Playoffs der besten sechs Teams hat. Das nächste Heimspiel findet am 23. Januar um 17 Uhr im Tellenfeld gegen den momentanen Tabellenführer Lausanne statt.

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