Interview

FCSG-Spieler Cedric Itten nach dem Aufgebot für die Nationalmannschaft: «Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung»

Am Sonntag spielte Cedric Itten gegen die Young Boys durch, am Montagmittag rückte der Stürmer in Zürich erstmals zum Schweizer A-Nationalteam ein.

Christian Brägger aus Zürich
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Cedric Itten, erstes Aufgebot für die Nationalmannschaft. (Bild: KEY)

Cedric Itten, erstes Aufgebot für die Nationalmannschaft. (Bild: KEY)

 Der 22-jährige Cedric Itten ist nach Marco Mathys vor sieben Jahren der erste Spieler des FC St.Gallen, dem diese Ehre zuteil wird. Zum Einsatz kam Mathys damals im Oktober 2012 nicht. Die letzte Partie bestritt aus den Reihen der Ostschweizer Franco di Jorio im Mai 2002 für die A-Nationalmannschaft – gegen Kanada und ausgerechnet im Espenmoos.

Wie haben Sie erfahren, dem Schweizer Kader für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele anzugehören?

Cedric Itten: Trainer Peter Zeidler kam nach dem Samstagstraining in meine Physiobehandlung rein und sagte, er habe eine schöne Überraschung für mich und dürfe mir diese mitteilen. Da habe ich dann schon geahnt, was dies sein könnte. Anfänglich konnte ich es kaum fassen.

Wie schwierig ist das alles einzuordnen? Die Niederlage gegen die Young Boys – und nun vielleicht für die Schweiz zu spielen?

Am Sonntagabend war ich sehr enttäuscht. Es wäre viel, viel mehr dringelegen gegen YB. Wir spielten gut, waren bei Standards aber zu wenig clever. Ich habe mich dann verabschiedet und nun, einen Tag später, überwiegt die Freude, hier zu sein. Vor allem nach meiner schweren Verletzung ist es superschön, so zurückzukommen.

Denken Sie noch oft an Ihre schwere Verletzung zurück?

Im Hinterkopf ist so etwas vielleicht schon lange, ich musste ja viel überstehen. Nach der Verletzung wollte ich einfach zurückkehren. Heute aber, wenn so viel Positives auf einmal kommt, geht das Vergessen. Nun geht für mich mein grösster Kindheitstraum in Erfüllung.

War also der Wechsel zum FC St.Gallen im Nachhinein der richtige Entscheid?

Für mich stand immer im Vordergrund, dass ich spiele. Beim FC Basel war diese Möglichkeit sehr, sehr klein. Ich bin froh, habe ich diesen Schritt gemacht.

Sind Sie auch ein wenig nervös auf das, was kommt?

Nein, das würde auch nichts bringen. Ich kenne bis auf vier Spieler ja bereits alles. Das wird mir den Einstieg erleichtern.