Keller, Olten und Thurgau entscheiden gemeinsam

Noch kann sich der Fall des querschnittgelähmten Ronny Keller in verschiedene Richtungen entwickeln.

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EISHOCKEY. Für den Einzelrichter der Nationalliga war offensichtlich: Ronny Kellers Sturz in die Bande, der eine Querschnittlähmung des 33-Jährigen zur Folge hatte, war ein Unfall. Bis in die kommende Woche haben die involvierten Parteien Zeit, Rechtsmittel einzulegen. Der NLB-Club Olten, der Keller zum Zeitpunkt des Unfalls von Ligakonkurrent Thurgau ausgeliehen hatte, müsste Rekurs einlegen. «Wir können von uns aus nichts tun», sagt Roger Maier, Geschäftsführer des HC Thurgau. Dies, obwohl Kellers Versicherung über den Ostschweizer Club läuft. «Wir werden aber gemeinsam einen Entscheid fällen», sagt Maier, der den immer noch von der Öffentlichkeit abgeschotteten Keller besuchen konnte. Die Sache ist mittlerweile ein Versicherungsfall. Deshalb dürften die Versicherungen federführend sein. Würde auch ein Rekurs von der Eishockey-Nationalliga nicht gutgeheissen, dann bliebe Keller und den Versicherungen nur noch der zivilrechtliche Weg. «Dann können die Clubs gar nichts mehr tun», so Maier. (red.)

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