Keine Pausen mehr für Fortitudo Gossau

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Handball Überraschend gut hat sich bislang Fortitudo Gossau in der Playoff-Begegnung mit Wacker Thun aus der Affäre gezogen. Der Aussenseiter setzte dem haushohen Favoriten stärker zu, als diesem lieb war. Zweimal führten die Gossauer zur Pause gegen den Gewinner der NLA-Finalrunde. Aber in beiden Viertelfinal-Partien setzten sich schliesslich die Berner Oberländer durch.

Deshalb stehen die Playoff-Neulinge aus Gossau vor dem Aus. Im dritten Spiel treffen sie heute ab 20.15 Uhr auswärts auf Wacker. Mit einem weiteren Sieg erreichen die Thuner den Halbfinal. So weit wollen es die Goss­auer nicht kommen lassen. «Das Ziel muss es sein, ein zweites Heimspiel zu bestreiten», sagte Gossaus Captain Gabriel Würth vor dem Beginn des Playoffs.

Die Ära des Trainers nähert sich dem Ende

Realistischer ist freilich ein dritter Sieg in Serie für Thun, das in dieser NLA-Saison daheim nur zweimal verlor. Unterliegt Gossau heute, ginge zugleich die Ära von Trainer Rolf Erdin zu Ende. Erdin ist seit 2012 im Amt und hielt die Gossauer seither stets in der NLA. «Es war eine intensive, aber sehr schöne Zeit», sagt der 41-Jährige. «Auch wenn ständig weniger Geld zur Verfügung stand, erreichten wir das Ziel immer.» In dieser Saison qualifizierte sich Fortitudo sogar zum ersten Mal für das Playoff. Erdin wird auch heute alles daran setzen, dass seine kampfstarke Mannschaft dem Favoriten die Stirn bieten kann.

Erdins Nachfolger wird der Österreicher Markus Klemencic. Erdin nimmt eine Auszeit vom Handball. Er sollte eigentlich Trainer St. Otmars werden – mit dem tüchtigen Werner Bösch als Assistent. St. Otmars Präsidium entschied sich dagegen. Bösch wechselt nun zum Serienmeister Kadetten Schaffhausen. (dg)