Keine Chance gegen GC

HANDBALL. Wie erwartet scheitert der 1.-Liga-Tabellenzweite HSC Kreuzlingen im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups deutlich. Gegen GC Amicitia Zürich aus der NLA resultiert eine 10:42-Abreibung.

Markus Rutishauser
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Joël Gianotti vom HSC Kreuzlingen kämpft sich durch die Zürcher Abwehr. (Bild: Mario Gaccioli)

Joël Gianotti vom HSC Kreuzlingen kämpft sich durch die Zürcher Abwehr. (Bild: Mario Gaccioli)

Vom heldenhaften Kampf des David gegen den Goliath waren die Kreuzlinger am Dienstagabend meilenweit entfernt. Es war etwas erschreckend, wie emotions- und kampflos sich die Unterklassigen früh in ihr Schicksal schickten. Da war nie jenes Feuer zu spüren, das es braucht, um gegen einen in jeder Hinsicht haushoch überlegenen Gegner zumindest ein ehrenvolles Resultat erzielen zu können, wie es der HSC Kreuzlingen in den letzten Jahren in den drei bisherigen Cup-Duellen gegen NLA-Teams schaffte.

Gäste von Anfang an konsequent

Die Zürcher mit ihrem Thurgauer Neonationalspieler Björn Fröhlich taten den drittklassigen Gastgebern allerdings auch nicht den Gefallen, die Cup-Aufgabe mit einer gewissen Nonchalance anzugehen. Im Gegenteil, das Team von Trainer Robert «Robbie» Kostadinovich, dem 181fachen Internationalen mit Olympia- und WM-Erfahrung, bewies von der ersten Sekunde an die nötige Ernsthaftigkeit. Den Stadtzürchern gelang es mit einem Blitzstart, dem Erstligisten sofort den Schneid abzukaufen. Als HSCK-Trainer Andy Dittert nach einer Viertelstunde das erste Time-out nahm, lag sein Team bereits mit 2:10 zurück.

Am einseitigen Spielverlauf änderte sich auch nach Ditterts Ansprache wenig. Nach 20 Minuten führten die Gäste erstmals mit zehn Toren Differenz. Zur Halbzeit waren es bereits 15.

Zürcher lassen kaum etwas zu

So stellten sich nach dem Seitenwechsel nur mehr zwei Fragen: Wie hoch verliert der Unterklassige und wann schalten die Zürcher einen Gang zurück? Letzteres fand nicht statt, denn GC Amicitia agierte insbesondere in der Abwehr bis zum Schluss konzentriert und liess kaum etwas zu. So schlitterten die Thurgauer in eine 10:42-Kanterniederlage. Wenigstens gelang dem jungen Schweikhardt 41 Sekunden vor Schluss noch der zehnte HSCK-Treffer.

Viel Zeit, um das Cup-Aus zu verarbeiten, bleibt den Kreuzlingern nicht. Bereits am Samstag geht es in der 1.-Liga-Meisterschaft mit dem wichtigen Heimspiel gegen die SG Seen Tigers weiter.