Kein Rekord für Staffel

Der Höhepunkt aus Schweizer Sicht fand ganz am Ende des Diamond-League-Meetings in Zürich statt: Das 4 × 100-m-Staffelrennen der Frauen.

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Der Höhepunkt aus Schweizer Sicht fand ganz am Ende des Diamond-League-Meetings in Zürich statt: Das 4 × 100-m-Staffelrennen der Frauen. Mujinga Kambundji, Marisa Lavanchy und die Schwestern Ellen und Léa Sprunger egalisierten mit 43,21 Sekunden den Schweizer Rekord, den sie vor zwei Wochen an der WM in Moskau aufgestellt hatten. Damit plazierten sich die Schweizerinnen knapp hinter den Deutschen, die in 43,19 Vierte wurden. Die US-Staffel entschied das Rennen in 41,67 für sich.

Pech für Kariem Hussein

Obwohl Kariem Hussein über 400 m Hürden im B-Lauf mit 50,16 Sekunden Zweiter wurde, war er mit seiner Leistung nicht zufrieden. «Es wäre mehr dringelegen», sagte der Thurgauer, der im Letzigrund trainiert und für den LC Zürich startet. Bis zur zehnten Hürde lag er vorne, dann wurde er noch vom Deutschen Varg Königsmark überholt. «Der Rhythmus hat nicht mehr gestimmt», sagte der 24jährige Hussein. «Das nervt.»

Selina Büchel stellte mit 2:01,99 Minuten über 800 m eine persönliche Outdoor-Bestzeit auf. «Im Vorfeld hatte ich lange keine grossen Wettkämpfe mehr bestritten», sagte die Mosnangerin. «Ich bin deshalb froh, dass ich meine Form halten konnte.» Über 1500 m siegte der Thurgauer Rollstuhlsportler Marcel Hug. Mit dem 1500-m-Läufer Mario Bächtiger und der 100-m-Hürdenläuferin Linda Züblin, die beide Dritte wurden, überzeugten zwei weitere Ostschweizer.

Erster Sieg in Zürich

Die 23jährige Léa Sprunger stellte gestern mit 23,31 Sekunden über 200 m im B-Lauf eine Saisonbestzeit auf – und überraschte sich selbst. «Eine solch gute Zeit habe ich nicht erwartet», sagte die Siegerin aus dem Waadtland. Auch für die 19jährige Langnauerin Noemi Zbären war der gestrige Sieg über 100 m Hürden ein besonderer: «Ich bin heute zum dritten Mal im Letzigrund, aber es ist das erste Mal, dass ich hier gewonnen habe.» (rba)