Kein Befreiungsschlag

In der NLA kassiert St. Otmar mit dem 22:24 auswärts gegen Pfadi Winterthur die achte Saisonniederlage und bleibt Drittletzter in der Tabelle.

Fritz Bischoff
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Ondrej Zdrahala (links) erzielt gegen Pfadi vier Tore. (Bild: Ralph Ribi)

Ondrej Zdrahala (links) erzielt gegen Pfadi vier Tore. (Bild: Ralph Ribi)

Fritz Bischoff

St. Otmar konnte in der laufenden NLA-Meisterschaft die Halle erst zweimal als Sieger verlassen. Eines dieser Glücksgefühle war vor eineinhalb Monaten der 27:26-Heimsieg gegen den bis dahin unbesiegten Leader Pfadi Winterthur. Ondrej Zdrahala hatte mit seinem Tor in der letzten Sekunde die Hoffnung genährt, dass den St. Gallern nun der Befreiungsschlag in Richtung Finalrunde gelungen sei.

Doch dem war nicht so. Die St. Galler waren vor der gestrigen Partie gegen Pfadi Winterthur auf dem drittletzten Platz Dort sind sie nach der 22:24-Niederlage gegen die Zürcher immer noch. Nach einer schlechten Anfangsphase, gespickt mit unnötigen Strafen, arbeitete sich St. Otmar trotz eines zeitweiligen Rückstandes von bis zu drei Toren bis zur Pause wieder zum 12:12 heran.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang es dank guter Wurfauswertung und konsequenter Defensivarbeit sogar, die Führung zu übernehmen. Doch nach dem 15:13 zu Gunsten der St. Galler vermochten die Ostschweizer die Kadenz nicht weiterzuziehen. Der endgültige Bruch erfolgte, als während einer Phase von eineinhalb Minuten eine doppelte Überzahl nicht genutzt werden konnte, ja Pfadi Winterthur sogar zum 16:16 ausglich.

Kraft und Konzentration reichen nicht

Schon in dieser Phase – wie auch in der verbleibenden Spielzeit – agierte St. Otmar in der Verteidigung zu passiv, was den grossgewachsenen gegnerischen Rückraumspielern den Raum zu einfachen Toren eröffnet. So lag das Heimteam bald wieder mit drei Toren (20:17) vorne. Wohl glich St. Otmar beim 21:21 und 22:22 nochmals aus, doch reichten am Ende trotz der wenig überzeugenden Leistung der Pfader die Kraft und die Konzentration nicht, um wie in der Vorrunde die Partie in der Schlussminute nochmals wenden zu können.