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Karriere mit Happy-End: Die grössten Erfolge des Didier Défago

Didier Défago hat heute sein letztes Rennen in seiner Karriere bestritten. Im französischen Meribel erreichte Défago den zwölften Rang im Super-G. Die grössten Erfolge des sympathischen Wallisers finden Sie in der Bildstrecke.

Nicola Imfeld
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Das erste Weltcuprennen von Didier Défago im französischen Tigres.
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Défago kam am 2. Oktober 1977 in Morgins zur Welt.
2002 der Durchbruch: Didier Défago feiert in Gröden seinen ersten Weltcupsieg.
Danach muss der Walliser sieben Jahre auf den nächsten Triumph warten. 2010 triumphiert Défago am Lauberhorn.
Und kurz darauf gewinnt der symphatische Walliser auch das Rennen in Kitzbühl.
Sein grösster Erfolg: Gold in der Abfahrt an den Olympischen Spielen in Vancouver.
Grosser Empfang für Olympia-Sieger Défago.
Didier Défago
Didier Défago lässt sich nach seinem letzten Weltcuprennen von den Fans feiern.

Das erste Weltcuprennen von Didier Défago im französischen Tigres.

Keystone

Eine lange und erfolgreiche Karriere ging heute zu Ende. Didier Défago (37) kann mit einem Lächeln abtreten. Gestern feierte der sympathische Walliser den letzten Podestplatz in seiner langen Laufbahn. Heute beendete Défago als zwölfter sein letztes Weltcuprennen im Mittelfeld des Klassements.

An der heutigen Medienkonferenz sagte Défago: «Der Sport hat mir sehr viel gebracht. Er hat gezeigt, wo mein Limit ist. Und viele Leute sind mit mir diesen Weg zusammen gegangen. Ich werde den Skisport weiter verfolgen und natürlich auch unterstützen.»

Der Abschied vom Lauberhorn war emotional

Der Walliser gab bereits 2014 seinen Rücktritt bekant. Von jedem Rennen "Auf Wiedersehen" zu sagen, fiel ihm trotzdem schwer. «Der Abschied von Wengen war sehr speziell. Auch Kitzbühel, mit seinem grossen Mythos. Wenn man dort einmal gewonnen hat, will man noch einmal gewinnen.»

Défago bestritt 1997 im Alter von 20 Jahren sein erstes Weltcuprennen im französischen Tigres. Nach den ersten Auftritten im internationalen Skisport geriet seine Karriere ins Stocken. Weltcuppunkte blieben spärlich. Die erste Top-Ten-Platzierung in einem Weltcuprennen gelang ihm in Kitzbühel. Im Super-G erreichte er im Jahr 2000 den siebten Platz.

Erster Podestplatz in Norwegen

Die Karriere hatte nun Fahrt aufgenommen. Défago fuhr fortan regelmässig in die Punkte. Am 3. März 2002 schaffte er es als Zweiter des Super-G in Kvitjel das erste Mal aufs Podest. Seinen ersten Weltcupsieg feierte der Romand kurz vor Weihnachten 2002 in Gröden.

Nach seinem Sieg in Italien musste sich Défago sieben Jahre gedulden, ehe er seinen nächsten Sieg feiern konnte. 2009 triumphierte er in Wengen und Kitzbühel und schrieb somit Schweizer Sportgeschichte.

Olympiasieg 2010 als Höhepunkt

An Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften war Défago bis dahin erfolglos geblieben. Am 15. Februar 2010 änderte sich das. Als Aussenseiter gestartet holte sich Défago sensationell die Goldmedaille. Mit sieben Hundertstelsekunden Vorsprung auf Aksel Lund Svindal feierte der Walliser in Vancouver seinen grössten Erfolg.

Die Saison 2010/2011 verpasste er aufgrund eines Kreuzbandrisses. Nach dieser Verletzung kam der Romand nicht mehr richtig auf Touren. Ein Überraschungssieg 2014 auf der Streif blieb das letzte Erfolgserlebnis für den abtretenden Walliser.