Kapitales Spiel für St. Otmar

Gewinnt St. Otmar heute um 17.30 Uhr das im Kampf um die Playoff-Teilnahme entscheidende Heimspiel gegen das viertklassierte Kriens-Luzern nicht, stehen die St. Galler vor dem Saisonende.

Daniel Good
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Jakub Szymanskis Offensivqualitäten sollen zum Sieg gegen Kriens-Luzern beitragen. (Bild: Urs Bucher)

Jakub Szymanskis Offensivqualitäten sollen zum Sieg gegen Kriens-Luzern beitragen. (Bild: Urs Bucher)

HANDBALL. Verliert St. Otmar die bis anhin wichtigste Begegnung dieser Saison, wird diese nach der Finalrunde vorbei sein. Im Fall einer Niederlage gegen Kriens-Luzern könnten sich die Ostschweizer nicht mehr für das Playoff der vier besten Schweizer Mannschaften qualifizieren: Die Luzerner hätten bei zwei noch ausstehenden Partien fünf Punkte Vorsprung auf die St. Galler.

Die Ausgangslage St. Otmars vor der Partie gegen den Tabellennachbarn ist aber günstig. Die aus St. Galler Sicht ansehnlichen Perspektiven gründen aber auch auf dem Verletzungspech im Kader von Kriens-Luzern. Bis zu acht Spieler, unter ihnen Leistungsträger wie Linkshänder Nicolas Raemy und der Schwede Daniel Baverud, fielen aus gesundheitlichen Gründen aus. Überdies wechselte im Februar der estnische Nationaltorhüter Marius Aleksejew nach Schaffhausen. Der eine oder andere zuletzt angeschlagen gewesene Innerschweizer – beispielsweise Abwehrchef Daniel Fellmann – dürfte allerdings in St. Gallen mit von der Partie sein. Der personelle Engpass minderte zuletzt vorab die Qualität der Defensivarbeit der Luzerner. «Wer uns gegenübersteht, muss uns egal sein. Wir müssen umsetzen, was wir können. Dann haben wir sicher gute Chance zu gewinnen», sagt St. Otmars sportlicher Leiter Dominique Gmür.

Ausreichend Substanz

Kriens-Luzern ist in der NLA-Finalrunde seit knapp einem Monat ohne Punktgewinn. St. Otmar verlor in den vergangenen beiden Runden trotz zum Teil ordentlicher Leistungen gegen Kadetten Schaffhausen und Wacker Thun. Anders als in den Partien gegen die beiden Titelanwärter befinden sich die St. Galler heute in der Favoritenrolle. «Wer Favorit ist, interessiert uns nicht. Es steckt genügend Substanz und Erfahrung in unserer Mannschaft, um diese Aufgabe mit Erfolg hinter uns zu bringen», sagt Gmür.

Das Heimspiel in der Hauptrunde gegen Kriens-Luzern endete im Oktober 29:29. Ein erneutes Unentschieden würde den Ansprüchen der St. Galler wohl nicht genügen. Saisonziel ist die Qualifikation für das Playoff, nachdem St. Otmar die Finalrunde im vergangenen Jahr auf dem sechsten und letzten Platz beendet hat. Im weiteren gilt es für St. Otmar heute, Revanche für die 20:34-Niederlage Mitte Februar in Kriens zu nehmen. «Diese Niederlage steckt immer noch im Hinterkopf. Solch eine Blamage darf man sich auf keinem Spielfeld leisten», sagt Gmür. Nach diesem Spiel fielen deutliche Worte und Massnahmen folgten. «Seither ist eine Steigerung erkennbar, auch wenn sich diese nicht immer in den Resultaten ausdrückte.» Zu häufig fehlte die Konstanz. «Schlechte zehn Minuten kosteten uns immer wieder Punkte», sagt Gmür.

Luzerner Understatement

Die Luzerner sehen sich vor dem heutigen Spiel in der Rolle des Aussenseiters. «Wir haben keine Chance. Packen wir sie», sagt der nach der Saison in sein Heimatland zurückkehrende dänische Trainer Torben Winther.

St. Otmar trifft nach dem Spiel gegen Kriens-Luzern in zwei Mittwochsrunden am 10. und 17. April noch auswärts auf das momentan drittklassierte Pfadi Winterthur und daheim auf den Tabellenletzten Bern-Muri. Kriens-Luzern bestreitet das Finale zunächst auswärts gegen Bern-Muri, anschliessend folgt das Heimspiel gegen Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen. Das Restprogramm der beiden Playoff-Anwärter gereicht eher den Ostschweizern zum Vorteil. Aber nur, wenn sie die wegweisende Partie heute abend gewinnen.

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