Kanada und Russland als Favoriten

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Rekordweltmeister Zum vierten Mal nach 1930, 2012 und 2013 findet eine Eishockey-WM in zwei Ländern statt. Die Favoriten im heute beginnenden Turnier in Köln und Paris sind dieselben wie jedes Jahr: Kanada und Russland. Einen ersten Vorgeschmack, wie stark die Kanadier auch in diesem Jahr wieder sind, erhielten am Dienstag in Genf die Schweizer, die bei der 1:4-Niederlage von den NHL-Profis regelrecht vorgeführt wurden. Mit Stars vor allem im Sturm wie Ryan O’Reilly, Nathan MacKinnon oder Claude Giroux reisten die Olympia­sieger und Titelverteidiger nach Europa. Ihr Ziel: der dritte WM-Titel in Folge. Damit würden die Kanadier zu Rekordweltmeister Russland aufschliessen, der bisher 27-mal den Pokal in die Höhe hat stemmen dürfen.

Die Russen sind in den kommenden zweieinhalb Wochen auf Revanche aus, nachdem sie im vergangenen Jahr an der Heim-WM mit Bronze haben vorlieb nehmen müssen. Den letzten ihrer WM-Titel gewannen die Russen vor drei Jahren in Weissrussland. Den beiden Eishockey-Grossmächten bis zum Final am Sonntag, 21. Mai, in Köln die Goldmedaille am ehesten streitig machen dürften Schweden und Finnland. Insbesondere bei den Schweden kündigt sich eine starke Mannschaft an. Sie bestreiten heute um 16.15 Uhr ihr Startspiel gegen Russland.

Schöne Erinnerung an 2010

Die Franzosen gehören, wie Deutschland, nicht zu den Anwärtern auf eine Medaille. Ein gutes Ergebnis und der Einzug in die Viertelfinals sind aber beiden Teams zuzutrauen. Deutschland erreichte an seiner letzten Heim-WM 2010 Platz vier. Für Deutschland war es die beste WM-Klassierung der Neuzeit. Seither erreichten die Deutschen nur noch 2011 in der Slowakei und im vergangenen Jahr in Russland die Viertelfinals. Auch die Franzosen, deren Spielerstamm seit Jahren derselbe ist und die entsprechend als eingespielt gelten, sind jederzeit für eine Überraschung gut. Sie waren letztmals 2014 unter den ersten acht vertreten. Damals bezwang das Team des langjährigen Trainers Dave Henderson unter anderen Kanada zum Auftakt sensationell mit 3:2 nach Penaltyschiessen. (sda)