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Kampf um Platz im FCL-Goal ist lanciert

Beim sensationellen 3:2-Sieg des FC Luzern gegen den Schweizer Meister Young Boys durfte überraschend Goalie-Routinier David Zibung statt Mirko Salvi spielen. Trainer René Weiler lässt offen, wer derzeit Stammgoalie ist.
Raphael Gutzwiller
Wer erhält künftig den Vorzug? Die FCL-Torhüter Mirko Salvi (links) und David Zibung. (Bild: Freshfocus (Genf, 15. September 2018))

Wer erhält künftig den Vorzug? Die FCL-Torhüter Mirko Salvi (links) und David Zibung. (Bild: Freshfocus (Genf, 15. September 2018))

Es war ein sensationeller, überraschender Sieg, den der FC Luzern am Samstag in Bern gegen die Young Boys landete. Mit 3:2 bezwang der FCL den Schweizer Meister und deutlichen Leader YB. Genauso erstaunlich wie der Sieg war beim FC Luzern die Aufstellung von Trainer René Weiler. Die grösste Überraschung in der Startelf: Im Tor stand der 34-jährige David Zibung und nicht der als Stammgoalie verpflichtete Mirko Salvi.

Der Routinier Zibung zeigte in seinem 365. Super-League-Spiel für den FC Luzern eine starke Leistung – wie zu seinen besten Zeiten als FCL-Stammgoalie. Dabei war Zibung in den letzten eineineinhalb Jahren einzig bei einigen Cupspielen zum Einsatz gelangt, er war der klar definierte Ersatzgoalie beim FCL. Mehrfach hielt er am Samstag gegen die Berner stark, so etwa spektakulär kurz vor der Pause bei einem abgelenkten Abschluss von Sandro Lauper. Auch dem Hergiswiler Schlussmann war es zu verdanken, dass Luzern ausgerechnet in Bern nach drei Niederlagen in Serie zum Siegen zurückfand. «Am Ende ist nicht entscheidend, wer auf dem Platz steht, sondern wer gewinnt. Und das waren zum Glück wir», so Zibungs professionelle Antwort nach der Partie.

Zibung: «Spezielle Spiele brauchen spezielle Massnahmen»

Doch auch das FCL-Urgestein war natürlich überrascht gewesen, dass er im Tor stehen durfte. «Aber vielleicht benötigen spezielle Spiele manchmal spezielle Massnahmen», sagte Zibung. «Wir wussten, dass der Trainer René Weiler etwas ändern möchte, wir wussten aber nicht genau was.» Die Änderungen von Weiler sollten perfekt aufgehen. So überzeugte Abwehr-Routinier Christian Schwegler erstmals als Linksverteidiger und Marvin Schulz als Spielmacher im Mittelfeld. Und da war im Tor eben jener Zibung, der von den YB-Fans wie eh und je verspottet wurde. Wie speziell war es, wieder im FCL-Goal zu stehen? «Grundsätzlich war es dasselbe wie bei den Cup-Spielen – mit dem Unterschied, dass hier noch ein bisschen mehr Menschen zuschauten als in Gland oder in Genf», erklärte Zibung. Natürlich sei es schön, auswärts beim Schweizer Meister einen solchen spektakulären Sieg zu feiern, aber: «Gewinnen ist eigentlich immer schön.» Der ehrgeizige Zibung will auch in Zukunft das FCL-Tor hüten, er sagt jedoch: «Die Entscheidung mache nicht ich, sondern der Trainer. Klar ist, dass ich beim FC Luzern unter Vertrag stehe und bereit bin. Ich gebe in jedem Training alles.»

Weiler meint dazu: «Ich habe immer gesagt, dass ich nicht eine Nummer 1 und eine Nummer 2 habe. Ich habe drei Goalies im Kader, da kann es auch mal Änderungen geben. Der Entscheid für das Spiel gegen die Young Boys war keiner gegen Mirko Salvi, sondern einer für David Zibung.»

Salvi macht wenig Fehler, aber auch wenig Big Saves

Klar ist: Zibung hat mit seinem Auftritt auf dem Berner Kunstrasen Werbung in eigener Sache betrieben und gezeigt, dass immer noch mit ihm, der 13 Jahre lang FCL-Stammgoalie gewesen war, zu rechnen ist. Auf der anderen Seite hat der im Sommer von den Grasshoppers verpflichtete Salvi seinen Vorgänger Jonas Omlin noch nicht vergessen gemacht. Der Obwaldner Omlin, der nun bei Basel unter Vertrag steht, hat in der letzten Saison immer wieder Punkte für den FCL festgehalten. Salvi dagegen präsentierte sich bisher als durchschnittlicher Super-League-Torhüter. Er macht wenig Fehler, die sogenannten Big Saves hat er jedoch ebenso selten.

Nun steht für den FC Luzern wegen Länderspielen eine zweiwöchige Pause an. Auf die Frage, wer danach das FCL-Tor hüten wird, sagte Trainer René Weiler: «Das werden wir dann sehen.»

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