Kampf um die letzten drei Plätze

In Paris wird diese Woche auch um die Teilnahme am Saisonfinal in London gespielt. Die aussichtsreichsten Kandidaten sind Berdych, Tsonga und Fish.

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TENNIS. Der Sieg gegen Rafael Nadal an den letztjährigen World Tour Finals hätte für Roger Federer eigentlich den Start zur Rückeroberung des Tennisthrons markieren sollen. Es kam bekanntlich anders; Novak Djokovic war die Lichtfigur der zu Ende gehenden Saison. Geblieben ist die Dominanz der besten vier Spieler: Djokovic, Nadal, Federer und Andy Murray haben sich alle schon frühzeitig für den Saisonfinal in London qualifiziert.

Beste Aussichten für Berdych

Ebenfalls bereits gesetzt ist der Spanier David Ferrer, der in diesem Jahr zwei Turniere gewinnen konnte. Wer beim Gipfeltreffen der besten acht Spieler des Jahres sonst noch mitspielen darf, entscheidet sich diese Woche in Paris-Bercy.

Kurz vor der Qualifikation steht der Tscheche Thomas Berdych. Mit einem weiteren Sieg in Paris hätte er sein Ticket definitiv in der Tasche. Seine nächste Partie spielt Berdych voraussichtlich gegen Janko Tipsarevic, der London ebenfalls noch anvisiert. Dem Serben hilft allerdings nur ein Turniersieg weiter. Ebenfalls nur noch über den Titel in Paris qualifizieren können sich die beiden Franzosen Gil Simon, der in den Viertelfinals auf Roger Federer treffen könnte, und Gael Monfils. Besser präsentiert sich die Lage für den dritten Franzosen im Rennen, Jo-Wilfried Tsonga. Der derzeitigen Nummer sieben der Jahresrangliste ist das Ticket für London praktisch nicht mehr zu nehmen.

Fish statt Roddick

Neben Berdych und Tsonga ist Mardy Fish der aussichtsreichste Kandidat. Für die Sicherung des dritten und letzten Platzes reicht ihm ein Vorstoss in die Viertelfinals. Für den US-Amerikaner wäre es die erste Teilnahme, während sein Landsmann Andy Roddick – von 2006 bis Mitte 2011 mit wenigen Unterbrüchen Dauergast in den Top Acht – in London der grosse Abwesende sein wird. Ebenfalls verpasst hat die Qualifikation der London-Finalist 2009, Juan Martin Del Potro, der in Paris verletzungsbedingt fehlt. (per)