Kampf an verschiedenen Fronten

Vor den letzten drei Runden der 1.-Liga-Meisterschaft kämpfen die drei Thurgauer Clubs um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde oder gegen den Abstieg. HC Arbon steht nach der Forfait-Niederlage gegen Dietikon-Urdorf unter Druck.

Markus Rutishauser
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handball. Eine Unachtsamkeit beim Ausfüllen der Mannschaftskarte für das Heimspiel gegen den HC Dietikon-Urdorf ist dem HC Arbon zum Verhängnis geworden: Statt der erlaubten vier Doppellizenz-Spieler wurden fünf eingesetzt. Somit wird die ursprünglich 36:28 gewonnene Begegnung mit 0:10 Forfait gewertet und der Vorsprung des Tabellenzweiten auf die SG Albis Foxes Zürich ist auf einen Punkt geschrumpft. Der Kampf um das zweite Aufstiegsrunden-Ticket hinter dem souveränen Leader TV Muri, dem der Gruppensieg kaum mehr zu nehmen sein dürfte, wird damit voraussichtlich in der zweitletzten der 22 Runden entschieden. Die Arboner besitzen in zwei Wochen (28. März) im «Showdown» gegen die Zürcher aber Heimvorteil.

Heute muss das Team von Trainer Vaclav Lanca allerdings zuerst einmal die keinesfalls zu unterschätzende (Heim-)Aufgabe gegen den TV Appenzell lösen. Die Gäste sind im gesicherten Mittelfeld klassiert (7.) und haben nichts zu verlieren. Der Druck lastet demnach klar auf Arbon, welches sich mit Sicherheit für den gleichermassen überraschenden wie unnötigen Punktverlust vor Wochenfrist im Derby gegen Kreuzlingen rehabilitieren will.

Kreuzlingen auf Kurs

Auch in seiner fünften 1.-Liga-Saison muss sich der HSC Kreuzlingen mit dem Abstiegskampf befassen. Allerdings scheint die Mannschaft von Trainer Roger Bertschinger ihren Kopf einmal mehr aus der Schlinge ziehen zu können. Mit dem überraschenden Heimsieg über den Tabellendritten SG Albis Foxes Zürich und dem Remis gegen den zweitklassierten HC Arbon konnten sich die Grenzstädter etwas vom Tabellenende lösen und weisen drei Runden vor Schluss vier Punkte Vorsprung auf die beiden direkten Relegationsplätze auf. Zudem besitzen sie das klar beste Torverhältnis der vier in den Abstiegskampf involvierten Clubs.

An den verbleibenden Spieltagen spielt Kreuzlingen noch zweimal auswärts (Wetzikon/heute, Kloten/4. April) und empfängt dazwischen (28. März) den Tabellenführer und Aufstiegsanwärter TV Muri AG zum letzten Heimspiel der Regular Season.

Erstaunliches Romanshorn

Obschon Neuling Romanshorn gleich mehrere verletzungsbedingte Rückschläge einstecken musste, besitzt es immer noch reelle Chancen, den Klassenerhalt sichern zu können. Wie die Mannschaft von Trainer Slavoljub Vulovic den Ausfall von Spielmacher und Topskorer Sandro Schneider nach der 9. Runde wegsteckte, ist bemerkenswert. Der Überraschungsaufsteiger der letzten Saison belegt derzeit den Barrageplatz (10.). Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass die Drittletzten der drei 1.-Liga-Gruppen gar keinen 7. Absteiger mehr ausspielen müssen. Falls der HC Dietikon-Urdorf aus der Nationalliga B absteigt, was angesichts von vier Punkten Rückstand auf einen Nichtrelegationsplatz drei Runden vor Schluss wahrscheinlich ist, dann wird die 2. Mannschaft automatisch aus der 1. in die regionale 2. Liga relegiert.

Auf Rechenspiele werden sich die Romanshorner aber kaum einlassen. Sie haben es selbst in der Hand, zumindest diesen 10. Rang zu verteidigen. Morgen können sie sich im Heimspiel gegen den HC Bruggen-Fides St. Gallen zwei wichtige «Bonuspunkte» sichern, bevor es dann in den beiden letzten Runden gegen die zurzeit einen Punkt zurückliegenden direkten Widersacher Seen Tigers (11./auswärts) und TV Uster (12./ heim) um den Ligaerhalt geht.

Das Restprogramm:

HC Arbon (2.): Appenzell/heim, SG Albis Foxes Zürich/h, Seen Tigers/h.

HSC Kreuzlingen (9.): Wetzikon/auswärts, Muri/h, Kloten/a.

HC Romanshorn (10.): Bruggen-Fides St. Gallen/h, Seen Tigers/a, Uster/h.

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